Sonne

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»Die höchste Lehre, die die Sonne uns erteilt, ist ihre Universalität. Sie kümmert sich nicht darum, zu wissen wer die Geschöpfe sind, denen sie ihre Strahlen sendet. Egal, ob sie intelligent oder dumm, gütig oder kriminell sind, ob sie ihre Wohltaten verdienen oder nicht, sie alle werden von ihr, ohne Unterschied, erhellt«.[1] [1]

Einleitende Bemerkungen

Die Sonne, das deutlichste Zeichen für Gott im Universum

»Man muss zugeben, dass Gott für das Menschengeschöpf etwas Unvorstellbares ist; aber da Er sich ihm in Seiner Güte und Großzügigkeit offenbaren möchte, hat Er überall in der Schöpfung Zeichen angebracht, die es ihm erlauben, Ihn wiederzufinden. Nur suchen die Menschen diese Zeichen nicht, und selbst wenn sie sich direkt vor ihren Augen befinden, erkennen sie sie nicht. Als Resultat bleibt die Gottheit, an die die Christen glauben, für sie etwas Abstraktes. Und da die Menschen nicht im Abstrakten leben können, haben sie zahlreiche Statuen, Plaketten, Kreuze und Heiligenbilder geschaffen… alle möglichen Arten von konkreten, materiellen Repräsentationen des Göttlichen, dass es schon kindisch, lächerlich wird. Deshalb sollten sie lernen, die Zeichen zu finden, die der Schöpfer in der Schöpfung hinterlassen hat. Und unter diesen Zeichen ist die Sonne das eindrücklichste«.[2] [2]

Sie bringt die Prinzipien einer universellen Religion

»Um zu verstehen, was die wahre Religion ist, müssen sich die Menschen dem Licht, der Wärme und dem Leben der Sonne annähern; sie tun dies durch die Suche nach der Weisheit, die erhellt und die Probleme löst, in der Suche nach der uneigennützigen Liebe, die verschönert, ermutigt und tröstet und in der Suche nach dem feinstofflichen und spirituellen Leben, das uns aktiv, dynamisch und mutig werden lässt, um das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit auf Erden zu verwirklichen. Diese Religion kann niemand bekämpfen, denn wer versucht, sie zu zerstören, der zerstört sich selbst, weil er sich begrenzt. Wenn dieses Verständnis einer universellen Religion in den Geist des Menschen eindringen wird, dann wird die gesamte Organisation des Lebens universell, und es wird keine Trennungen mehr zwischen den Menschen geben, keine Grenzen und keine Kriege. Indem sie die Sonne in ihren erhabenen Manifestationen des Lichts, der Wärme und des Lebens erkennen, nähern sich die Menschen immer mehr dem Göttlichen und werden dann aus der Erde einen Paradiesgarten machen, in dem alle brüderlich zusammenleben. Alle sollten die universelle Religion und Brüderlichkeit akzeptieren, die uns die Sonne lehrt«.[3] [3]

Sie lehrt uns, oben in der Höhe zu bleiben

»Bemüht euch so sehr ihr könnt, euch in euch selbst sehr weit in die Höhe zu erheben und dort so lange wie möglich zu bleiben. Sich zu erheben und in der Höhe zu bleiben, bedeutet, niemals aufzuhören, edel, gerecht und großzügig zu sein. Die Höhen, von denen ich spreche, sind die Größe und das Licht, welche sich in euch befinden, und diese Größe und dieses Licht lehren euch, dass ihr wissen müsst, wie ihr hinuntersteigt, um euren Menschengeschwistern zu helfen. Während man auf der Erde unter den Menschen lebt und arbeitet, muss man es vermeiden, innerlich abzusteigen, was bedeutet, sich nicht seinen niederen Neigungen zu überlassen oder an egoistischen, unehrlichen Unternehmungen teilzunehmen. Um euch zu erheben, solltet ihr niemals jene hochnäsigen, unerreichbaren und harten Personen imitieren, die sich nicht herablassen und den anderen die Hand reichen wollen. Nehmt lieber die Sonne als Beispiel: Sie begibt sich bis zu uns herab, wärmt und erhellt uns, schickt uns ihre Botschaften, ihre Seele, ihre Liebe, sie schenkt uns ihr Leben, aber selbst bleibt sie für alle Ewigkeit in der Höhe«.[4] [4]

Indem wir unser inneres Chaos beherrschen, werden wir wie sie

»Warum betrachten wir den Sonnenaufgang? Warum konzentrieren wir uns auf die Sonne? Damit wir lernen, alle unsere Gedanken, alle unsere Wünsche, alle unsere Energien zu mobilisieren und auf die Verwirklichung des höchsten Ideals auszurichten. Wer daran arbeitet, die Vielzahl von chaotischen Kräften, die ihn in alle Richtungen ziehen, zu vereinen, um sie in eine einzige, lichtvolle, wohltuende Richtung zu bündeln, der wird ein so wirksames Zentrum, dass seine Gegenwart, wie die Sonne, in der Lage ist, durch den Raum zu strahlen. Ja, der Mensch, dem es gelingt, die Neigungen seiner niederen Natur zu beherrschen, kann seine Wohltaten auf die gesamte Menschheit ausbreiten und wird eine Sonne. Er lebt in einer solchen Freiheit, dass er sein Bewusstseinsfeld ausdehnt auf die gesamte Menschheit, der er die große Fülle an Licht und Liebe sendet, die aus ihm herausströmen«.[5] [5]

So wie wir uns für sie öffnen, so sollen wir uns für Gott öffnen

»Was gibt es Sichtbareres, Leuchtenderes als die Sonne? Ja, aber wenn ihr euch hinter euren geschlossenen Fensterläden verschanzt, werdet ihr nicht einmal erfahren, dass sie existiert. Wenn ihr sie sehen wollt, müsst ihr wenigstens ein Fenster öffnen. Die Sonne wird nicht versuchen, sich euch aufzudrängen, indem sie eure Mauern und Fensterläden durchquert. In gleicher Weise müsst ihr, um die Gegenwart Gottes zu entdecken, wenigstens ein kleines Fensterchen in euch aufmachen. Ja, ihr selbst müsst etwas tun, nicht Gott. Gott tut, was Er tun muss, Er ist da, Er strahlt und das sollte euch genügen. Es ist eure Aufgabe, das Notwendige zu tun, um Seine Anwesenheit zu spüren. Wer zu einem Grad höheren Bewusstseins gelangt ist, der bekommt unablässig Enthüllungen über den Sinn und die Schönheit der Welt, und wie sollte er dann diese Anwesenheit nicht fühlen? Denn dies ist Gott, und wir entdecken Ihn nach und nach, je mehr wir spüren, wie reich und bedeutungsvoll das Leben ist«.[6] [6]

Sie kontemplieren, um alle Schwingungen unseres Wesens zu erhöhen

»Die Sonne ist das vollkommenste Bild Gottes. Aber trotz dieser Vollkommenheit ist sie nur eine Form, und man muss weitergehen, um Gott jenseits dieser Form zu suchen. Gott muss immer jenseits der Formen gesucht werden. Während ihr die Sonne betrachtet, bemüht euch daher, zu spüren, dass ihr euch vor dem besten Repräsentanten Gottes auf Erden befindet. Diese Empfindung wird dazu beitragen, alle Schwingungen eures Wesens zu erhöhen. Alle Elemente in euch werden erhöht werden, ihr werdet in die höheren Regionen des Raumes geschleudert, und sogar das Zeitempfinden wird verschwinden. Ihr lebt wie Gott in der Ewigkeit«.[7] [7]

Symbol einer universellen Religion

»Der Katholizismus hat sich selbst als einzige universelle Religion dargestellt. Aber in Wirklichkeit ist die einzige Religion, die mit Recht von sich behaupten kann, universell zu sein, eine von der Sonne inspirierte Religion, weil die Sonne universell ist. Ihr fragt: »Und der Herr soll nicht universell sein?« Doch, der Herr ist selbstverständlich universell. Aber Er ist für unser einfaches menschliches Bewusstsein so unbegreiflich, so unerreichbar! Mit der Begründung, man solle nur Gott alleine anerkennen, weigern sich manche, eine Sonnenreligion, eine Philosophie, die die Sonne als Symbol des Göttlichen darstellt, anzuerkennen. Doch weil sie dann nicht fähig sind, bis zu Gott zu gelangen, bleiben sie im Leeren: Während sie behaupten, den Herrn zu loben und zu verherrlichen, spüren und verstehen sie nichts. Ist das intelligent? Warum sieht man nicht, dass die Sonne diejenige ist, die uns, besser als alles andere, dem Herrn annähern kann, indem sie uns ein Bild Seines Lichts, Seiner Liebe und Seiner Macht vor Augen hält? Solange man die Sonne ablehnt, wird man in der Dunkelheit, in der Kälte und in der Schwäche verharren«.[8] [8]

Die einzige Erklärung für das Mysterium der Heiligen Dreieinigkeit

»Das Leben ist die Macht aller Mächte: Für uns Menschen kann nur die Sonne eine Vorstellung von ihm vermitteln. Von diesem Leben nehmen wir zwei Offenbarungen wahr, nämlich das Licht und die Wärme. Wie oft habe ich euch erklärt, dass die Christen, wenn sie sich denn der Sonne öffnen wollten, besser verstünden, was von ihnen als das „Mysterium der Heiligen Dreieinigkeit“ bezeichnet wird, also das Geheimnis eines Gottes in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater repräsentiert das Leben, aus dem der Sohn und der Heilige Geist, das Licht und die Wärme, die Weisheit und die Liebe hervorgehen. Aber was tun, wenn die Christen nicht verstehen wollen, dass allein die Sonne rechtfertigen und verständlich machen kann, was die Grundlage ihrer Religion ausmacht? Und, was tun, wenn sie sich vorstellen, ich würde, wenn ich über die Meditation beim Sonnenaufgang spreche, sie zu alten Kulten zurückführen wollen, in denen man die Sonne als Gottheit verehrte? «.[9] [9]

Sie mit unserer Seele und mit unserem Geist aufsuchen

»Es gibt einen Grund dafür, dass wir auf der Erde sind, sonst hätten uns die Herren des Schicksals anderswo hinschicken können… Es fehlt im Universum nicht an Regionen, die gewiss angenehme Aufenthaltsorte sind. In Wirklichkeit ist der beste Ort, an den man gehen kann, die Sonne. Ihr werdet sagen: »Die Sonne? Aber wir würden verbrennen!« Natürlich, wenn ihr mit eurem physischen Körper dort hingeht. Aber wer hat gesagt, dass ihr mit eurem physischen Körper hingehen müsst? Der physische Körper ist an unser Leben auf der Erde angepasst. Um auf die anderen Planeten oder auf die Sonne zu gehen, haben wir andere Körper. Es gibt unterschiedliche Lebensformen im Universum, denen unterschiedliche Aspekte der Materie entsprechen. Und wenn wir nicht mit unserem physischen Körper in die Sonne gehen können, so können wir dort wenigstens mit unserer Seele und mit unserem Geist hingehen«.[10] [10]

Bibliographie

Werke und/oder Vorträge von Omraam Mikhaël Aïvanhov über das behandelte Thema

Verwandte Beiträge

Multimedia (Bilder, Audio, Video)

Auszüge aus Vorträgen von Omraam Mikhaël Aïvanhov (Audio und/oder Video)

Weblinks

Einzelnachweise

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Anmerkung für den Leser: die Ausarbeitung dieses vorläufigen Beitrages erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nur ein Ausgangspunkt, da das Thema von Omraam Mikhaël Aïvanhov in verschiedenen Vorträgen zwischen 1938 und 1985 noch ausführlicher dargelegt wurde. Interessierte Personen werden, durch direktes Lesen oder Hören seiner Vorträge (herausgegeben vom Prosveta Verlag, dem alleinigen und exklusiven Eigentümer der Rechte an seiner Arbeit), wichtige Aspekte von weiterem Interesse finden. Dieser Beitrag drückt also nur einen Teil von Aïvanhov‘s Gedanken zu diesem Thema aus.
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