Aura

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„Alles, was existiert, alle Menschen, Tiere, Pflanzen und selbst Steine, strömen Teilchen aus, erzeugen Emanationen; diese fluidische, feinstoffliche Atmosphäre, die alle Dinge umgibt, wird Aura genannt. Natürlich ist sie, außer für Hellseher, nicht sichtbar, und viele Leute wissen nicht einmal, dass es sie gibt. Die Aura ist also eine Art Lichthülle, die jeden Menschen umgibt, mit dem Unterschied, dass sie bei einigen weit, ausgedehnt, lichtvoll und stark ist und intensive Schwingungen sowie herrliche Farben besitzt, während sie im Gegenteil bei anderen klein, glanzlos, neblig und hässlich ist.“ (1)

Einleitende Bemerkungen

Im Allgemeinen zeigt sich in der Aura der energetische Leib jedes sichtbaren physischen Körpers. Sie durchdringt und umgibt ihn in mehr oder weniger starkem Maße. Es ist also möglich, die Aura als Energiefeld jeder belebten oder unbelebten Substanz wahrzunehmen. Die Substanzen des Mineralreiches, der Pflanzen, der Tiere und der Menschen besitzen alle eine Aura. Im Menschen gibt es unterschiedliche Typen von Auren, die jeweils dem physischen Körper, dem Astralkörper oder dem Mentalkörper zugeordnet werden können. Jeder dieser „Körper“ besitzt also seine eigene Aura, aber das Wort Aura bezieht sich normalerweise auf die Gesamtheit der Emanationen, die von diesen Körpern ausströmen.

„… (es sind) nicht nur Ausströmungen des physischen Körpers, denn die Ausströmungen des physischen Körpers würden nicht ausreichen, um die Aura zu formen. Die Aura ist ein komplexeres Gebilde, eine Kombination aller Emanationen all unserer feinstofflichen Körper, und jeder von ihnen fügt durch seine besonderen Ausströmungen neue Nuancen hinzu.“ (2)

O.M. Aïvanhov bemerkt ebenfalls, dass die menschliche Aura die Gesamtheit aller Bestandteile des Menschen ausdrückt: „Und genauso wie es keine zwei Menschen mit den gleichen Fingerabdrücken gibt, gibt es keine zwei Menschen mit der gleichen Aura, denn die Aura repräsentiert die Gesamtheit des Menschen. Die Atmosphäre der Erde ist von allen Emanationen der Menschen, der Tiere, der Pflanzen, der Steine, der Gewässer, der Berge und allen von den Planeten und Sternen kommenden Kräften durchdrungen.“ (3) Die Aura repräsentiert also eine Art immaterieller Atmosphäre, die von einer Person ausgeht und unterschiedliche Farben aufweisen kann. Wir können die Aura mit der die Erde umgebenden Atmosphäre vergleichen.

Charakteristiken der Aura

Beim Menschen sind die Charakteristiken der Aura ihre Helligkeit (sie spiegelt die Charaktereigenschaften der Mentalebene des jeweiligen Menschen), ihre Intensität (bestimmt durch die Qualitäten der emotionalen Ebene) und ihre Ausdehnung (entsprechend der Kraft der Willensebene). Wenn O.M. Aïvanhov von ihren Charakteristiken spricht, schlägt er auch Methoden vor, um die Aura zu verbessern und weiterzuentwickeln: „(…)Es gibt Konzentrationsmethoden, um die Aura zu entwickeln, aber die beste und sicherste Methode ist das Üben der Tugenden. Durch die Liebe belebt ihr eure Aura; durch die Weisheit macht ihr sie lichtvoll; durch Charakterstärke wird sie kräftig; durch ein reines Leben lasst ihr sie hell und klar werden. Jede Tugend, die ihr entwickelt, verleiht eurer Aura eine neue Qualität. Diese lebendige, lichtvolle, kräftige und klare Aura ist es, wodurch alle Segnungen des Himmels auf euch gezogen werden.“(5)

Die Funktionen der Aura

O.M. Aïvanhov bemerkt, dass die Aura als energetische Haut des Menschen definiert werden kann. Wie die physische Haut erfüllt sie im Wesentlichen drei Funktionen: den Austausch, den Schutz und die Sensibilität:

„Die Aura ist unsere spirituelle Haut. So sehr es wünschenswert ist, eine sanfte und feine Haut zu haben, so sehr soll die uns umgebende spirituelle Haut weit und widerstandsfähig sein. Es gibt Personen, die sich unaufhörlich darüber beklagen, wie jemand sie angeschaut hat, wie man mit ihnen gesprochen oder sie behandelt hat. Sie sind so sensibel, dass man meinen könnte, sie hätten überall Wunden. Dadurch zeigen sie, dass ihre Aura sehr dünn ist. Warum? Weil sie nicht viel Liebe besitzen. Zu Menschen mit einer sehr weiten Aura kann man hingegen sagen was man will, das stört und kränkt sie nicht, weil sie viel Liebe haben. Wenn ihr also dermaßen kritikempfindlich seid, so versucht nicht, euch zu rechtfertigen; das heißt nur, dass ihr nicht genügend Liebe habt, um die Löcher zu schließen, dicke Wände zu bauen und die negativen Ströme daran zu hindern, eure Aura zu durchdringen“.< /ref> „Man kann die Aura mit der Haut vergleichen. Ihr kennt die Wichtigkeit der Haut für den physischen Körper. Sie hat zahlreiche Funktionen.“… (6)

O.M. Aïvanhov betrachtet die Aura ebenfalls als Haut oder Wahrnehmungsorgan der Seele, die sich durch die drei bereits erwähnten Energiekörper manifestiert: den Äther-, Astral- und Mentalkörper:

„Man kann sagen, dass sie die Haut der Seele ist, sie umhüllt und schützt die Seele, verleiht ihr Sensibilität und lässt auch die kosmischen Ströme eintreten. Sie ermöglicht es also der menschlichen Seele, Austausch mit allen Geschöpfen, bis hin zu den Sternen zu pflegen; es ist ein Austausch zwischen der Seele eines Geschöpfes und der Universalseele.“ (7)

Die Aura der Erde, der Tiere, der Pflanzen und der Mineralien

Die Erdatmosphäre kann als die Aura der Erde selbst betrachtet werden und ist das Produkt aller Emanationen der Tiere, der Pflanzen und der Mineralien. Sie ist die Synthese alles dessen, was sich in ihrem Schoß befindet. „Übrigens haben die Mineralien, die Pflanzen und die Tiere ebenfalls eine Aura, aber eine rein physische Aura“. (8) Die Aura erleichtert einen ununterbrochenen Austausch zwischen allen Wesen und zwischen allen Kräften der Natur.

Heilige, Propheten und Eingeweihte

Die Aura kann als ein magisches Werkzeug betrachtet werden, welches im Falle besonders entwickelter Individuen – das heißt bei Menschen, die eine tiefgehende Arbeit an allen Dimensionen ihres physischen, emotionalen und mentalen Wesens vollbracht haben – besondere Charakteristiken bekommt:

„Die Heiligen, Propheten und Eingeweihten entwickeln durch ihre Verehrung und Hingabe für den Schöpfer (…) eine Aura von außergewöhnlicher Herrlichkeit, mit Farben, die wie ein Feuerwerk in ständiger Bewegung sind. Ihre Aura ist auch sehr groß, man erzählt sogar, dass sich die Aura Buddhas über mehrere Meilen hin ausgedehnt haben soll. Ja, die großen Meister sind in der Lage, ihre Aura so zu erweitern, dass sie eine ganze Region unter ihren Schutz nehmen und gleichzeitig die Aura aller sie bewohnenden Menschen durchdringen und tränken kann, um ihnen das neue Leben einzuhauchen (…) das ist ihr Ideal! Es ist grandios und erhaben“. (9)

„Die Aura ist wie ein magisches Werkzeug in der Hand der Eingeweihten. Da sie ein Teil ihrer selbst ist, verbessern sie, überall wo sie hingehen, das Mineral-, Pflanzen-, Tier und Menschenreich.“ (10)

Die Aura und der Glorienleib

Als Paulus, der ein Pharisäer und römischer Bürger war, in seinen Apostelbriefen den Glorienleib, Leib der Unsterblichkeit, Lichtleib oder Christusleib erwähnte, sprach er auch von dem Leib des Ruhmes oder der Spiritualität (… ) Aïvanhov erklärt:

„Der Glorienleib ist, wie die Aura, eine Emanation des Menschen. Aber während die Aura die Gesamtheit des Menschen ausdrückt, ihre Fehler ebenso wie ihre Qualitäten, ist der Glorienleib Ausdruck des intensivsten spirituellen Lebens. Deswegen offenbart sich der Glorienleib nur bei den großen Meistern. Dank dieses so reinen und lichtvollen Körpers heilen sie Kranke, bringen Segen überall, wo sie vorbeikommen und reisen im Raum. Die Aura ist also die Verschmelzung aller Emanationen des gesamten Menschen“. (11)

Die Arbeit an der Aura „…Um die Intensität, die Reinheit und die Kraft der Aura zu verstärken, ist es das Wichtigste, dieses hohe Ideal zu haben, an sich selbst zu arbeiten, edle und gerechte Handlungen zu vollbringen sowie reine Gedanken und Gefühle zu hegen.“ (12) Die Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov gibt uns zwei Übungen, deren Kombination die beste Methode darstellt, um an der Entwicklung der Aura zu arbeiten. Die erste Übung besteht darin, durch den bewussten Willen an unserer Aura zu arbeiten, was dadurch geschieht, dass wir uns auf die Farben konzentrieren und uns vorstellen, wie wir in leuchtenden, hellen und reinen Farben schwimmen. Da die in der Natur vorkommenden Farben nicht die gleichen sind wie die von der Sonne kommenden Farben, erlaubt uns die Kombination eines Prismas mit dem Sonnenlicht, die wahrsten und reinsten Farben zu erhalten. Die Übung, bei der wir uns vorstellen, wir seien von diesen Farben umgeben, um die damit verbundenen Tugenden zu entwickeln, ist sehr wirksam. Eine andere Möglichkeit besteht darin, uns vorzustellen, dass die Farben aus uns selbst hervorstrahlen und sich im Raum verbreiten oder auch die Vorstellung, dass wir in dieses Licht, diese Farben eingetaucht sind, umgeben von einer Lichtkugel, und dass wir unsere Liebe ins ganze Universum hinausschicken. Das Ausführen dieser Übungen ist sehr angenehm. (13)

Die zweite und sicherste Methode entspricht der Arbeit an den Tugenden selbst, also an Reinheit, Geduld, Milde, Großzügigkeit, Güte, Hoffnung, Glauben, Demut, Gerechtigkeit und Uneigennützigkeit.

Aïvanhov schließt mit den Worten: „Ihr arbeitet an den Tugenden, und dann formen die Tugenden selbst die Aura“. (14)

Die beste Methode ist die Anwendung beider Übungen:

„Um eure Aura zu entwickeln, könnt ihr auf zwei Arten arbeiten. Durch die Gedanken und die Vorstellungskraft versucht ihr, die reinsten, schönsten Farben anzuziehen und euch mit diesen Farben zu umgeben. Aber in Wirklichkeit ist dies eine etwas künstliche Anstrengung, deren Resultate nicht lange anhalten werden, wenn ihr nicht gleichzeitig danach strebt, die diesen Farben entsprechenden Tugenden zu praktizieren. Um die Aura zu entwickeln, ist das Wesentliche nicht die Gedankenübung, sondern das Erlernen der Tugenden. Selbst wenn ihr keinerlei Konzentrationsübungen ausführt, um die Farben eurer Aura zu formen, werdet ihr, egal ob ihr daran denkt oder nicht, allein durch die Arbeit, mit der ihr die göttlichen Tugenden in euch ernährt, die ihnen entsprechenden wunderbaren Farben anziehen. Und so lange ihr diese Tugenden praktiziert, werden sich die Farben immer schöner und intensiver offenbaren.“ (15)

Die himmlischen Wesen lieben das Licht, und sobald sie einen Menschen sehen, der von jenem Licht umgeben ist, das die Einweihungswissenschaft Aura nennt, eilen sie zu ihm hin. Wenn ich euch frage: »Wünscht ihr wirklich die Liebe, den Frieden, die Gesundheit und die Schönheit?« werdet ihr alle antworten: »Oh, ja, wir wollen nur das!« Aber was tut ihr, um sie zu erlangen? Alle Segnungen können nicht einfach zufällig zu euch kommen. Das beste Mittel, um sie anzuziehen, ist die Arbeit an der Aura: Durch eure Liebe belebt ihr sie, durch eure Weisheit erhellt ihr sie, durch eure Charakterstärke verstärkt ihr ihre Kraft und durch eure Reinheit macht ihr sie durchsichtig und klar. Selbst wenn ihr keine einzige Konzentrationsübung ausführt, um die Farben eurer Aura zu bilden, werdet ihr alle entsprechenden, wunderbaren Farben allein dadurch anziehen, dass ihr daran arbeitet, die göttlichen Tugenden in euch zu nähren. Die himmlischen Geschöpfe, die kommen und darin baden, werden euch dann ihre Geschenke bringen, und die Menschen werden sich in eurer Nähe beruhigt, gestärkt und in eine göttliche Richtung gezogen fühlen.(16)


Zusammenfassend kann also gesagt werden: „Der Mensch ist, wie die Erde, von einer Atmosphäre umgeben, die die Einweihungswissenschaft Aura nennt, und durch die Aura kommuniziert er mit den im Raum zirkulierenden Kraftströmen. Diese Ströme sind lichtvoll oder dunkel, günstig oder schädlich, und die Aura zieht sie an oder stößt sie ab, je nach ihrer Empfänglichkeit, Reinheit und Stärke. Jemand, der eine mächtige, reine Aura besitzt, bleibt geschützt, selbst wenn er von schlechten Strömungen umgeben ist, weil diese Strömungen zuerst auf seine Aura treffen, die wie eine Zollwache an der Grenze fungiert und sie nicht hineinlässt. Konzentrationsübungen auf die Farben des Prismas können euch helfen, eure Aura zu formen, aber ihr werdet nur dann wirklich Ergebnisse erzielen, wenn diese Übungen durch eine Arbeit an den Tugenden begleitet werden. (17)



Bibliographie

Werke und/oder Vorträge von Omraam Mikhaël Aïvanhov über das behandelte Thema Reihe Gesamtwerke Das geistige Erwachen Das Senfkorn – Symbole im Neuen Testament Die Kräfte des Lebens Die Harmonie Im Anfang war das Wort – Kommentare zu den Evangelien Sonnen-Yoga – Surya-Yoga, Pracht und Herrlichkeit von Tiphereth Die neue Erde Liebe und Sexualität Erkenne Dich selbst – Jnani-Yoga Die neue Religion – Eine universelle Sonnenreligion Der Wassermann und das Goldene Zeitalter Die Pädagogik in der Einweihungslehre Leben und Arbeit in einer Einweihungsschule Reihe Izvor Geheimnis Mensch – seine feinstofflichen Körper und Zentren Das Buch der göttlichen Magie Aïvanhov, Broschüre Nr.124 Aïvanhov, Broschüre Nr. 309 Nur in französischer Sprache Aïvanhov, « Vous êtes des dieux », Synopsis 1