Musik

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«Die Musik ist die Sprache der Schöpfung. Seit ihrer Entstehung ertönt diese Sprache durch den Kosmos, und durch sie offenbart Gott Seine Weisheit, Seine Liebe und Seine Schönheit. Vom Standpunkt des Einweihungswissens aus betrachtet, setzt Musik die Kenntnis der Weltordnung, der Wesen und Dinge und der Wissenschaft der harmonischen Zusammenhänge zwischen Mikrokosmos (Mensch) und Makrokosmos (Universum), voraus. Sie beruht auf unveränderlichen Prinzipien, die man nicht übertreten kann, ohne sich dabei selbst zu verlieren. Die Musik erzählt uns von unserem himmlischen Erbe und erlaubt uns, den Kontakt zu unserer wahren Heimat wieder herzustellen, indem sie auf unsere feinstofflichen Körper einwirkt.» [1]

Einleitende Bemerkungen

Musik und Gesang sind Aktivitäten des Herzens

Die von Omraam Mikhaël Aïvanhov vorgestellte Synoptische Tafel vermittelt uns eine Vision der gesamten Struktur des menschlichen Wesens und der Aktivitäten, die dieser spezifischen Struktur entsprechen. Die Synoptische Tafel erklärt, wie das spirituelle Leben, ebenso wie das physische Leben, von bestimmten Prinzipien ernährt und aufrechterhalten werden muss. Auf dieser tabellarischen Tafel findet man die Musik, den Gesang und die Harmonie in der Spalte jener Aktivitäten, welche das Herz und das Bewusstsein ernähren und aufrechterhalten. Somit erklärt uns Omraam Mikhaël Aïvanhov, warum es in einer spirituellen Schulung so wichtig ist, gemeinsam zu singen: der Gesang nährt das Herz, die Gefühle und auch das Gefühl der Einigkeit.

„Die neuen Methoden einer spirituellen Schule lehren uns, zusammen zu leben. Indem wir gemeinsam singen, tun wir eine grosse Arbeit, um gemeinsam in Einklang zu schwingen, uns aufeinander einzustimmen, uns zu harmonisieren; alle sind dabei einverstanden, ihre Schwingungen und ihre Auren zu vereinen und keiner verliert dadurch seine eigene Individualität und seine Freiheit.“ [2]
"Die Musik ist nicht nur ein Zusammenfügen von Klängen, die durch Instrumente erzeugt wurden. Die Musik existiert im Menschen bereits als eine Harmonie zwischen seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Jedes harmonische Einvernehmen der Gedanken, Gefühle und Handlungen ist Musik. Das Ideal des geistigen Schülers besteht darin, diese Harmonie in sich selbst zu verwirklichen, um danach mit allen Wesen auf der Erde und im gesamten Universum in Harmonie zu gelangen. In unserer Bruderschaft ist die Harmonie die eigentliche Basis unserer gemeinsamen Arbeit; zuerst innere Harmonie und danach Harmonie mit allem, was existiert. Deshalb haben wir ein ganzes Repertoire von mystischen Liedern. Diese Lieder sind magische Schlüssel: Sie öffnen uns die Welt der Harmonie." [3]

Das verlorene Paradies wiederfinden

„Die Gemütsbewegungen, die mystischen Regungen des Menschen finden durch die Musik einen spontanen Ausdruck. Durch sie vermittelt er sein Leid, seine Freuden, seine Liebe und all seine tiefsten Erlebnisse. Sie veranschaulicht das Atmen der Seele und des Bewusstseins. In ihr findet die Seele ihre Offenbarungsmöglichkeit auf Erden. Die Musik weckt in unserer Seele die Erinnerung an die himmlische Heimat, ruft die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies wach. Sie gehört zu den mächtigsten Mitteln. Sie ist mächtiger als Malerei oder Tanz denn ihre Wirkung ist unmittelbar. Plötzlich besinnt man sich seiner himmlischen Herkunft und weiss, dass man eines Tages wieder dorthin zurückkehren wird. Gewiss gibt es Arten von Musik, die den entgegengesetzten Wunsch erwecken, nämlich so lange wie möglich hier auf Erden zu verweilen; das ist jedoch sicher nicht die wirkliche Bestimmung der Musik.“[4]

Es versteht sich von selbst, dass es wichtig ist, für die spirituelle Arbeit eine harmonische Musik auszuwählen, die möglichst für einen höheren Zweck geschrieben wurde. Die Instrumentalmusik ist durch ihre lebendigen Frequenzen gewöhnlich wirksamer als elektronisch erzeugte Musik. Als Unterstützung der Meditation inspiriert solche Musik erhebende Gedanken und Gefühle:

„Wenn ihr Musik hört, denkt daran, sie für eure spirituelle Arbeit zu benutzen. Die Musik erzeugt eine Atmosphäre. Man kann sie mit dem Wind vergleichen, welcher die Segel eines Bootes aufbläht und es zu neuen Horizonten trägt.“ [5]
„Musik ist nicht nur eine Abfolge angenehmer Klänge; Musik besteht aus Schwingungen und Kräften. Mit ihr dringt man in gewisser Weise in die Welt der Magie ein: Man kann die Macht dieser Klangschwingungen nicht nur dazu verwenden, um sich in den Raum zu erheben, sondern auch, um schöpferisch zu sein. Die Musik erleichtert die mentale Arbeit. Anstatt das Denken umherschweifen zu lassen, muss man, im Gegenteil, bewusst sein und es mobilisieren, um etwas Großes und Schönes in seinem Inneren und in der Welt zu verwirklichen. Ihr sagt, ihr hättet Schwierigkeiten zu meditieren. Hier ist eine Methode: Konzentriert euch auf ein lichtvolles, erhebendes Bild, dann wird euch die Musik sehr hoch, in eine Welt des Lichts und der Schönheit mitreißen. Ihr spürt sie wie eine tragende Kraft. Lernt, die Macht der Klänge zu benutzen.“[6]

Die Wirkungen des mystischen Gesanges

„In einer Einweihungsschule hat die Musik und vor allem der Gesang eine große Rolle zu spielen. Da wir beim Gesang selbst das Instrument sind, das des Klang erzeugt, hat das Singen auf uns, auf unseren physischen Körper, aber auch auf unsere feinstofflichen Körper eine sehr starke Wirkung. Durch das Singen senden wir Wellen und Kraftströme aus, die Formen in uns erzeugen. Deswegen ist es so wichtig, die mystische Wirkung des Gesangs wieder zu entdecken, indem wir unsere gesamte Aufmerksamkeit nicht nur auf die Melodie, sondern auch auf die Worte richten. Und vor allem müssen wir lernen, bei dem, was wir singen, eine Auswahl zu treffen. Das Wort erschafft Welten und diese Welten können sich sehr lange aufrechterhalten. Man weiß nie, bis wann die Wirkung eines Wortes andauern wird. Was soll man also denken über die Musik, die man in unserer heutigen Zeit immer mehr hört, über eine hysterische Musik, die noch durch zerstörerische und gewalttätige Worte unterstrichen wird? Man sollte die Wirkung der Musik und vor allem die Wirkung von Gesang niemals unterschätzen.“[7]
„Die Musik und der Gesang sind, genau wie das Gebet, eine spirituelle Nahrung. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch daran gewöhnt, zu singen. Natürlich kann man sich auch damit begnügen, ein Konzert zu besuchen oder zu Hause Musik zu hören. Aber es ist doch ein enormer Unterschied, ob man selber singt oder ob man nur jemandem beim Singen zuhört. Denkt daran, was es für einen Unterschied macht, ob man selber isst, oder ob man anderen nur beim Essen zuschaut: Sie genießen und man selbst hat nichts! Danach stehen sie auf, sind voller Energie und arbeiten, während man selbst kaum in der Lage ist, sich aufzuraffen. Nun, genau den gleichen Unterschied kann man feststellen zwischen selber singen und dem Gesang nur zuhören. Während wir singen, verbindet sich das Innerste unseres Wesens mit der Welt der Harmonie – natürlich unter der Voraussetzung, dass wir die richtigen Lieder auswählen. Die anderen hingegen können sich innerlich kaum aufraffen, weil ihnen die durch die Harmonie bereitgestellte Nahrung fehlt.“[8]
„Wenn wir singen, kommt physiologisch gesehen von der Kehle bis zum Zwerchfell hinunter etwas Mächtiges in Bewegung, und die Stimme bricht hervor. Aus diesem Grunde befreit das Singen von inneren Spannungen und Druck. Was weiß man von den Engeln? Sie werden als singende Geschöpfe mit Flügeln dargestellt. So wie die Vögel: Beide, Engel und Vögel, rufen die Vorstellung von Leichtigkeit wach, von fliegen und von singen. Deshalb müssen wir singen, wenn wir uns von allem Belastenden befreien wollen. Von wie vielen mentalen Kümmernissen könnten sich die Menschen durch Gesang heilen! Denn diese Schwingungen lösen dunkle Wesen auf, die sich an sie heften wollen. Singen ist ein Ausdruck von Leben, das Leben an sich ist nichts anderes als Gesang. Und was gibt es Wichtigeres und Belebenderes, als sich erfolgreich von der belastenden Atmosphäre zu befreien, die uns umgibt und sich in die Regionen zu begeben, wo alles harmonisch, lichtvoll und leicht ist?“[9]
„Mystische Lieder, die wir in dem Bewusstsein ihrer Kraft und in dem Wunsch singen, uns mit der kosmischen Ordnung zu harmonisieren, ziehen die Engel an. Sie nähern sich uns und sagen: »Das ist ein Ort für uns.« Sie beginnen, sich in den höheren Regionen unseres Gehirns niederzulassen, wohin sie auch ihre Instrumente, ihre Geigen, Harfen und so weiter mitbringen, und sie mischen sich mit unseren Stimmen. Wenn nun die finsteren Wesen, die dort noch unterwegs waren, die Gegenwart dieser königlichen Besucher spüren, begreifen sie, dass kein Platz mehr für sie ist, und sie entfernen sich. Ich erinnere mich an die Zeit, als es in den Dörfern und Städten Bulgariens noch Straßen-Musiker und -Sänger gab. Die Passanten gaben ihnen ein paar Münzen; und manchmal öffnete sich auch ein Fenster und das Gesicht eines hübschen Mädchens erschien, das lächelnd einige Geldstücke hinauswarf. Das ist ein Bild dessen, was in der spirituellen Welt geschieht. Wir singen unter den Fenstern der himmlischen Paläste und die Engel werfen uns „Geldstücke“ zu: Elemente der Freude und des Lichts.“[10]

Die Musik der Sphären

„Wird das Überbewusstsein im Menschen wach, entwickelt sich in ihm ein feineres Wahrnehmungsvermögen, dann wird er fähig sein, dieser großartigen Symphonie zu lauschen, die durch den Weltraum hallt bis weithin zu den Grenzen des Universums. Von da an wird ihm der tiefe Sinn des Lebens klarer.“[11]
„Die Berge, die Bäume, die Meere, die ganze Erde, aber auch die Sonnen, die Sterne – die ganze Schöpfung ist Musik. Diese Symphonie des ganzen Universums haben Poeten und Philosophen wie Pythagoras oder Platon »Sphärenharmonie« genannt. Alles, was existiert, sendet Töne aus, aber natürlich nicht Töne in dem Sinne, wie wir allgemein »Töne« verstehen. Die Sphärenharmonie ist eine Synthese aller Sprachen, derer sich die Schöpfung bedient, um sich zu offenbaren. In der Natur nehmen wir nicht nur Töne wahr, sondern auch Farben, Bewegungen, Düfte, Formen, denn unsere Sinnesorgane ermöglichen uns eine differenzierte Wahrnehmung der Dinge. Aber außer den fünf physischen Sinnen besitzen wir noch andere Organe, die fähig sind, eine Synthese all dieser Wahrnehmungen zu machen. In manchen außergewöhnlichen Momenten ist es möglich, die Schöpfung gleichzeitig als Töne, Farben, Formen, Bewegungen und Düfte wahrzunehmen. Die Sphärenharmonie betrifft nicht nur das Empfindungsvermögen. Sie ist auch ein Wort der Weisheit, das eine Richtung vorgibt, der man folgen soll und das die göttlichen Gesetze in die Seele desjenigen einprägt, dem das Privileg zuteil wurde, sie wenigstens ein Mal zu hören."[12]

Bibliographie

  • Ivor 223 „Geistiges und künstlerisches Schaffen“
  • Broschüre Nr. 306 „Musik und Gesang im spirituellen Leben“

Œuvres et/ou conférences d'O. M. Aïvanhov sur le sujet traité

Multimédias (images, vidéos et audios)

Extraits de conférences (audio et/ou vidéo) d'Omraam Mikhaël Aïvanhov

Conférences d’Omraam Mikhaël Aïvanhov publiées (audio et/ou vidéo)

  • Conférence audio, L’aura, CD 5007, (CD Éditions Prosveta, français) [1]

Notes

  1. (TG 29/10/2016)
  2. (Auszug aus einem Vortrag vom 5. August 1975)
  3. (TG vom 15. August 2010)
  4. (Izvor Band 223, Kapitel 7)
  5. (TG 6. Juli 2017)
  6. (TG 23. März 2012)
  7. (TG 30. August 2009)
  8. (TG 7. September 2009)
  9. (TG 10. Juli 2012)
  10. (TG 15. August 2012)
  11. (Izvor 223, Kapitel 7)
  12. (TG 30. September 2012)

Articles connexes

Liens externes

  • Musik (Wikipedia)
  • Musik (Anthrowiki)
  • La cymatique contemporaine (les figures acoustiques de Chladni, physicien allemand (1756-1827), prouvent l’action du son sur la matière solide. C’est de là que dérive la cymatique contemporaine).
  • Interview de Michel Duhamel en 2016 (l’opinion publique découvre, après les avoir méconnues pendant des décennies, que les recherches de Joël Sternheimer, reliant musique, physique quantique et biologie végétale et animale, confirment l’influence du son sur la matière, sans oublier que, contrairement à la lumière, la propagation des sons nécessite la présence d’un milieu matériel).
  • Sonothérapie (Emmanuel Comte : le chant, la musique comme facteurs de détente et d’harmonie pour le corps et l’esprit).



Avis au lecteur : la rédaction de cet article, provisoire et non limitatif, est seulement un point de départ, puisque le sujet a été examiné plus en détail par Omraam Mikhaël Aïvanhov dans ses diverses conférences données entre 1938 et 1985. En lisant ou en écoutant directement ces conférences, publiées par les éditions Prosveta, propriétaire exclusif des droits de son travail, le chercheur y trouvera encore d’autres aspects intéressants et importants. Par conséquent, cet article n’exprime pas de manière complète et exhaustive la pensée d'Aïvanhov sur ce sujet.


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