Omraam Mikhaël Aïvanhov

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Omraam Mikhaël Aïvanhov

Omraam Mikhaël Aïvanhov (geb. Mihail Ivanov, auf Bulgarisch Михаил Иванов), Philosoph und Pädagoge mazedonischer Herkunft, wurde am 31. Januar 1900[1] im Dorf Srbci, Bitola, Mazedonien[2] geboren. Auf Bitten seines geistigen Meisters, Peter Deunov, verließ er Bulgarien im Jahre 1937 und ließ sich in Frankreich nieder, wo er den Menschen den größten Teil seiner Lehre mit mehr als 5000 Vorträgen übermittelte.[3] Die in seinen Vorträgen angesprochenen Themen behandeln alle Aspekte des Lebens, wobei immer der Mensch und dessen Vervollkommnung im Mittelpunkt steht. Jedes behandelte Thema wird stets den Nutzen ansprechen, den der Mensch daraus ziehen kann, um sich selbst besser zu verstehen und seine Lebensführung zu verbessern. Omraam Mikhaël Aïvanhov sagte über sich selbst:

„Manchmal bekomme ich Briefe von Brüdern und Schwestern, die mir sagen: „Oh Meister, wir würden Ihnen so gerne ähnlich werden! Sie sind uns ein Vorbild.“ Aber ich sage euch, dass ihr die Sonne als Vorbild nehmen sollt, so wie ich dies selbst tue. Ich schaue zur Sonne und zeige mit meinem Arm in ihre Richtung, damit ihr auf sie zugeht. Bleibt nicht bei mir stehen, sondern geht bis zur Sonne, lasst euch von ihrem Leben, ihrer Wärme und ihrem Licht durchdringen, um ihr ähnlich zu werden. Von mir solltet ihr vor allem denken, dass ich ein Wegweiser bin. Ich zeige euch den Weg zu ihr. Bleibt also nicht neben dem Wegweiser stehen. Wenn ihr an der Straße ein Schild seht, das nach Paris... oder nach Fréjus zeigt, so bleibt ihr auch nicht daneben stehen, um es zu umarmen und zu ihm zu sagen: „Oh, wie mag ich dich, mein liebes Schild, wie schön ist deine Inschrift und wie gut zeigt dein Pfeil die Richtung an!“, „sondern ihr setzt euren Weg nach Paris oder nach Fréjus fort.“[4]

Biographie

Jugend und Erziehung

Die Familie von Mihail Ivanov war bulgarischer Herkunft. Sein Vater, Ivan Dimitrov, betrieb einen Holzkohlehandel in der bulgarischen Stadt Varna, am Schwarzen Meer, über 600 km von Mihails Geburtsort entfernt. Im Jahre 1907 wurde Srbci von Griechenland angegriffen und verwüstet; Dolia, Mihails Mutter, floh daraufhin mit ihrem Sohn, um sich bei ihrem Mann in Varna niederzulassen. Im Jahre 1909 entdeckte Mihail das Buch „Sprüche des Salomos“, das für ihn eine inspirierende Lektüre darstellte und seiner spirituellen Entwicklung einen entscheidenden Impuls gab.[5] Mit 17 Jahren[6] begegnete Mihail seinem geistigen Meister Peter Deunov, der damals auf Drängen des orthodoxen Klerus von der bulgarischen Regierung ins Exil geschickt worden war und in Varna lebte. Während der folgenden zwanzig Jahre blieb Mihail Schüler von Peter Deunov (1864-1944), dem Gründer der in Bulgarien als „Weiße Bruderschaft“ bekannt gewordenen geistigen Bewegung. Während dieser Zeit hatte er die Gelegenheit, sich intensiv in die christlich esoterische Lehre seines Meisters zu vertiefen. Im Jahre 1923 schrieb er sich an der Universität in Sofia ein: [...] „doch auch nach Abschluss seines Diploms in Philosophie, Psychologie und Pädagogik besuchte er weiterhin mehrere Jahre lang die Universität. Er war neugierig auf weitere Studienrichtungen und bewegte sich in aller Freiheit zwischen unterschiedlichen Fakultäten, um noch mehr Disziplinen kennenzulernen. So besuchte er Kurse in Chemie, Medizin und Physik. Am Ende nannten ihn manche Leute „den ewigen Studenten“.[7] Anfang der dreißiger Jahre wurde er Lehrer in einer Schule der Provinz Sofia, in der man ihn etwas später zum Rektor ernannte.[8]

Ankunft in Frankreich

Im Jahre 1937, also zwei Jahre vor Beginn des zweiten Weltkrieges, sah Peter Deunov die bevorstehenden Ereignisse voraus und beschloss, Mihail nach Frankreich zu schicken, um seine Lehre auch vor der Unterdrückung durch die Diktaturen zu schützen, die sich in Osteuropa ausbreiteten. Am 22. Juli desselben Jahres kam Mihail in Frankreich an, mit der Aufgabe, „die Fackel“ der Lehre seines Meisters in den Westen zu tragen. Mihail verließ seine Stelle als Schuldirektor in Sofia, seine Familie und sein Heimatland, um die ihm anvertraute Mission zu erfüllen. Er selbst sagte darüber: „Ich bin also auf Bitten des Meisters Peter Deunov nach Frankreich gekommen, um dessen Lehre am Leben zu erhalten. Selbstverständlich hat er mir das nicht befohlen, denn ein wahrer Meister würde niemals den Gehorsam oder die Unterwerfung seiner Schüler verlangen. Ich selbst habe gespürt, dass das, worum er mich bat, dem Guten diente und so habe ich es akzeptiert“.[9] Vor seiner Abreise nach Frankreich hatte Meister Peter Deunov zu ihm gesagt: „Ich vertraue dir einen Edelstein von unschätzbarem Wert an, aber da du einen großen Wald durchqueren musst, in dem Räuber und wilde Tiere ihr Unwesen treiben, muss dieser Edelstein beschmutzt und unkenntlich gemacht werden. Die Räuber werden sich auf dich stürzen, um dich auszurauben, aber da sie nichts Kostbares finden, werden sie dich schlussendlich in Ruhe lassen. Wenn du dann den gefährlichen Wald durchquert hast, werde ich bei dir sein, um diesen Stein reinzuwaschen und er wird in einer nie dagewesenen Herrlichkeit leuchten.“[10]

Mihail kam zum Zeitpunkt der Weltausstellung in Paris an. Stella Bellemin, die ihn auf Empfehlung von Peter Deunov empfing, sagte darüber: „Was mich beim ersten Kontakt mit ihm vor allem beeindruckte, war das von ihm ausgehende intensive Licht voller Sanftheit und reiner, überpersönlicher Liebe, das sich wie ein göttlicher Strom über die Menschen und Dinge ergoss.“[11] "Frère Mikhaël", wie er nun genannt wurde,[12] lernte innerhalb weniger Monate die französische Sprache „...indem ich den Leuten zuhörte, Radio hörte oder ins Kino ging...“ und er hielt seinen ersten öffentlichen Vortrag am 31. Januar 1938 in Paris in der Salle du Luxembourg. Von da an wurden seine Vorträge mitstenographiert, später auf Tonband aufgenommen – und veröffentlicht.

Zweiter Weltkrieg

Ab 1942 war es nicht mehr möglich, öffentliche Versammlungen zu organisieren, deshalb beschlossen seine Schüler, in der Stadt Sèvres bei Paris ein Haus mit Garten anzumieten. Sie trafen sich dort fast jeden Morgen, meditierten gemeinsam bei Sonnenaufgang und versammelten sich anschließend, um einem Vortrag von Bruder Mikhaël zu lauschen.[13] Außer weiterhin für die Verbreitung der Lehre von Peter Deunov zu arbeiten, wirkte Bruder Mikhaël bereits ab 1943 an der Unterstützung des französischen Widerstands mit, wie eine Erklärung[14] des Oberst Lagarde, eines herausragenden Mitgliedes der Résistance, bezeugt. Dieses Engagement von Bruder Mikhaël umfasste auch die Hilfe zur Rettung jüdischer Mitbürger.[15] Diese Tatsachen bewogen später den General Pierre Billotte (1906-1992), Generalstabschef von General de Gaulle sowie Maurice Chevance, auch bekannt als Chevance-Bertin (1910-1996), einen der vier Generäle der französischen Armee während des zweiten Weltkrieges, den Antrag auf Einbürgerung Bruder Mikhaëls in Frankreich zu unterstützen. Dieser Antrag auf Einbürgerung war eine langwierige Prozedur, die in den 60er und 70er Jahren begann und im Jahre 1986 mit der Verleihung der französischen Staatsbürgerschaft zum Abschluss kam.

Nachkriegszeit

1946 wurde eine erste Serie von Vorträgen aus dem Jahre 1938 veröffentlicht. Die Sammlung erschien unter dem Titel "Amour, Sagesse, Vérité" (Liebe, Weisheit, Wahrheit) mit einer Einleitung[16] des italienischen Philosophen Lanza del Vasto. 1947 beschlossen die Schüler von Bruder Mikhaël, eine verlassene Villa in Sèvres zu kaufen. Das Haus wurde, wie das Zentrum von Peter Deunov in Sofia, "Izgrev" genannt (Bulgarisch „der Sonnenaufgang“). Noch im gleichen Jahr etablierte Bruder Mikhaël hier den Sitz der neu gegründeten Fraternité Blanche Universelle, deren Zusammenkünfte ebenfalls hier stattfanden.[17]

Opfer einer Verschwörung

Das Jahr 1948 markierte den Beginn einer Phase äußerst schwieriger Ereignisse für Bruder Mikhaël. Infolge einer Verschwörung mit auf falschen Zeugenberichten beruhenden Anklagen wurde Bruder Mikhaël verhaftet und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Zwei Jahre verbrachte er im Gefängnis „Châtaigneraie la Celle Saint-Cloud“, in der Nähe von Paris. Im Jahre 1960 wurde er, begleitet von einer offiziellen Entschuldigung des französischen Staates, vollständig rehabilitiert.

Alles hatte 1947 damit begonnen, dass ein auf sowjetische Seite übergelaufener ehemaliger Nazi-Spion, der sich Prince Cherenzi Lind, Maha Chohan (großer Chef), Régent du Royaume Suprême d'Agartha (Regent des hohen Königreiches von Agartha) nannte, in Kontakt mit Bruder Mikhaël trat. Letzterer merkte schnell, mit wem er es zu tun hatte; er erahnte die wahren Auftraggeber des Maha Chohan (wahrscheinlich die gleichen, die erreicht hatten, dass die „Weiße Bruderschaft“ von Peter Deunov im inzwischen zu einem Ableger des sowjetischen Regimes gewordenen Bulgarien verboten worden war). In Anbetracht der Gefährlichkeit dieses Mannes für seine noch junge Bruderschaft und mit der Absicht, dessen Pläne zu durchkreuzen, beschloss Bruder Mikhaël zunächst, mit dem „Prince“ eine Beziehung aufzubauen, die er selbst als „herzlich“ bezeichnete. Nach einer gewissen Zeit wurde dem angeblichen Spiritualisten jedoch klar, dass es ihm nicht möglich sein würde, Bruder Mikhaël zu beeinflussen, besonders weil dieser sich weigerte, die Rolle eines Agenten für den sowjetischen Geheimdienst zu spielen.[18] Die Situation wurde nach kurzer Zeit unerträglich und es kam zu einem Bruch. Aus Rache überredete Maha Chohan vierzig Frauen, gegen Bruder Mikhaël wegen sexueller Belästigung auszusagen und denunzierte ihn bei der französischen Polizei. Auf Grundlage dieser Anschuldigungen (die sich in den folgenden Jahren als durchweg falsch erwiesen oder eine nach der anderen widerrufen wurden),[19] verurteilte man Bruder Mikhaël am 17. Juli 1948 zu vier Jahren Gefängnis. Im Februar 1950 veröffentlichte Walter Farr, ein renommierter englischer Journalist des Daily Mail, einen ausführlichen Artikel[20], in dem er enthüllte, dass die französische Spionageabwehr schon seit langem überzeugt war, dass die „Beweise“ gegen Bruder Mikhaël vom bulgarisch-kommunistischen Regime erfunden worden waren. Daraufhin gelang es den Anwälten von Bruder Mikhaël, das Urteil zu ändern, sodass es beim Berufungsgericht am 24. März 1950 in eine Strafe wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ verwandelt wurde. Die Strafe wurde auf dreißig Monate verkürzt und da seit seiner Inhaftierung schon etliche Monate vergangen waren, kam Bruder Mikhaël endlich frei. Am 28. September 1960 verfasste das Berufungsgericht von Aix-en-Provence einen offiziellen Rehabilitationsakt zugunsten von Bruder Mikhaël. Jahre später schickte der Justizminister der französischen Republik Bruder Mikhaël einen Entschuldigungsbrief, weil er damals die Entscheidung des verurteilenden Richters auf unrechtmäßige Weise beeinflusst hatte.[21] 1962 überließen Schüler von O.M. Aïvanhov der Presse weitere Zeugenaussagen zu seinen Gunsten.[22]

Omraam Mikhaël Aïvanhov sagte später über diese Ereignisse: „Verleumdung ist etwas, das wir als ein tödliches Gift empfinden. Doch das Einweihungswissen war da, um mir zu zeigen, dass dies das Beste war, was mir passieren konnte, weil es mich dazu zwang, einen unbekannten Weg einzuschlagen und in mir selbst ungeahnte Waffen und Ressourcen zu entdecken, Energien, die ich sonst niemals gefunden hätte.“[23]

Jahre der Reife

1953 gründete Bruder Mikhaël im Süden Frankreichs das spirituelle Zentrum „Le Bonfin“, in dem er sich oft und lange aufhalten sollte. In dieser Einweihungsschule treffen sich seitdem jedes Jahr, während einiger Monate, hunderte von Menschen aus aller Welt, um seine Vorträge über die Lehre zu hören und ein von ihr inspiriertes Leben zu leben.

Am 11. Februar 1959 begann für Bruder Mikhaël eine einjährige Indienreise, die er alleine unternahm und die ihn in den Himalaya und nach Kaschmir, Gulmarg, Kalkutta, Tiruvannamalai, Ganeshpuri... führte. Diese Phase stellte einen wichtigen Wendepunkt in seinem Leben dar. Er besuchte verschiedene Ashrams und traf mehrere geistige Meister. In Tiruvannamalai empfingen ihn mit großer Herzlichkeit die Schüler von Ramana Maharshi (1879-1950), einem der größten Weisen des modernen Indiens. Es wurde ihm erlaubt, im Zimmer dieses großen Weisen zu meditieren. In Kalkutta begegnete er Ma Anandamayi (1896-1982), in der er die Offenbarung der Göttlichen Mutter erkannte. In Rishikesh traf er auf Shivananda (1887-1963) und in der Nähe von Bombay besuchte er Bhagavan Nityananda (1897-1961), den Meister von Swami Muktananda. Als dieser Bruder Mikhaël erblickte, versank er in eine tiefe Meditation und sprach, als er danach wieder die Augen öffnete, auf Englisch die folgenden Worte: „Ihm sind ein reines Herz, der Friede in seiner Seele und alle Fähigkeiten gegeben“. Die wichtigste Begegnung fand in Almora mit Neem Karoli Baba (1900-1973)[24], auch bekannt unter dem Namen Babaji, statt.[25] Dieser sprach sehr hingebungsvoll über Bruder Mikhaël und sah in ihm einen außergewöhnlichen Menschen. Babaji stellte ihn seinen Schülern als „französischen Sadhu... einen Yogi und einen großen Heiligen“ vor (the french Sadhu… a yogi and a great saint). In Almora lernte Bruder Mikhaël auch Lama Anagarika Govinda (1898-1985) kennen, mit dem ihn eine tiefe Freundschaft verband. In Indien wurde ihm „…von jemandem, der größer ist als Babaji...“ sein spiritueller Name "Omraam" verliehen.[26] Über seinen Einweihungsnamen sprechend erklärte Omraam Mikhaël Aïvanhov dessen Bedeutung: „Mein neuer Name ist Omraam Mikhaël Aïvanhov. Der Klang der Silbe "Om" löst alles Negative auf und entspricht dem "Solve" des Einweihungswissens. "Solve" schickt die Dinge zu ihrem Ursprung zurück und verwandelt sie dabei in Licht. Der Klang von "Raam" hat durch seine Schwingungen die Macht, die göttlichen Energien zu kondensieren, zu koagulieren, greifbar zu machen und entspricht dem „Coagula“. In diesem Namen sind also die beiden Prozesse "Solve" und "Coagula" vereint. Bei seiner Ankunft in Paris 1960 erkannten seine Schüler ihn kaum wieder, obwohl er nur ein Jahr zuvor abgereist war. Alles an ihm war verändert und eine dieser Veränderungen bestand darin, dass er nun auf erstaunliche Weise Peter Deunov ähnlich sah. Spontan nannten seine Schüler ihn von nun an nicht mehr „Bruder“ sondern „Meister“. Zu diesem Thema sagte er selbst: „Ein wahrer Meister wird euch niemals sagen, er sei ein Meister! Er wird es euch selbst spüren und verstehen lassen, weil er es nicht eilig hat, erkannt zu werden und ein wahrer Meister ist jemand, der die Wahrheit kennt, der die Gesetze und Prinzipien des Lebens vollkommen versteht und sie respektiert. Er hat auch den Willen und die Fähigkeit, seine eigene innere Welt zu meistern und diese Meisterschaft für ein einziges Ziel zu verwenden, das darin besteht, alle Qualitäten und Tugenden uneigennütziger Liebe an den Tag zu legen.“

Im Laufe der 60er Jahre verließ Omraam Mikhaël Aïvanhov Frankreich häufig, um wichtige geistige Stätten sowie in Entstehung begriffene Bruderschaftszentren zu besuchen. Er reiste nach England, Spanien, Italien, Griechenland, Schweden, Holland, Deutschland, Amerika, Kanada, Israel, Japan, Sri Lanka, Hongkong, Marokko, Ägypten, Äthiopien, Jugoslawien, Bulgarien sowie in die Türkei und den Libanon...[27] 1971 entstand in der Schweiz der Prosveta Verlag (heute mit Sitz in Fréjus, Frankreich), der mit der Veröffentlichung zahlreicher von Omraam Mikhaël Aïvanhov gehaltener Vorträge (insgesamt über 5000) begann. Im April 1974 wurde mit der Herausgabe der „Gesamtwerke“, einer aus 32 Bänden bestehenden Buchreihe, begonnen. Übersetzungen der Bücher von Omraam Mikhaël Aïvanhov existieren inzwischen in über 30 Sprachen.

Letzte Jahre

Nach einer mehrjährigen Unterbrechung seiner Reisetätigkeit, während derer er den größten Teil der Zeit mit der Vermittlung seiner Lehre in den Bruderschaftszentren in Frankreich und in der Schweiz verbracht hatte, reiste er im Oktober 1981 wieder in die USA und nach Kanada, wo er eine Reihe öffentlicher Vorträge hielt. Es folgten Reisen nach Bulgarien, Thailand, Indien, England, Schottland, Ägypten, Skandinavien und Mexiko.[28] Im Januar 1984 traf er in den USA den damaligen Präsidenten Ronald Reagan. Im Mai 1984 kehrte er für die dort letzte Vortragsreihe nach Kanada zurück. Zur Unterstützung des internationalen Projekts Live Aid, das zu den größten Rock-Events der Geschichte gehört und im Jahre 1985 organisiert worden war, um Geld gegen die Hungersnot in Äthiopien zu sammeln, wurde von ihm ein Appell auf Tonband aufgezeichnet.[29]

Omraam Mikhaël Aïvanhov verließ seinen Körper bei vollem Bewusstsein am Weihnachtstag 1986 im Zentrum Bonfin. Um seinen ausdrücklichen Willen zu befolgen, wurde die Nachricht erst drei Tage später bekannt gemacht. Er hatte zu verstehen gegeben, dass er während dieser drei Tage eine Arbeit auf den feinstofflichen Ebenen auszuführen hätte und sein physischer Körper deswegen in Isolation bleiben müsse.

Mehrere seiner Schüler berichten von außergewöhnlichen und wunderbaren Heilungen, die Omraam Mikhaël Aïvanhov zu seinen Lebzeiten bewirkte.[30]

Lehre Omraam Mikhaël Aïvanhovs: Geist und Materie müssen zusammenarbeiten

Die Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov[31] vereint und überdenkt die Prinzipien der früheren geistigen Traditionen aus Ost und West, um sie in neuen Formen an unsere heutige Zeit anzupassen, sodass die spirituellen Ideale und initiatischen Kenntnisse im Alltag konkret anwendbar werden. Sie verbindet sich mit den alten Lehren der großen Meister der Menschheit wie Hermes Trismegistos, Orpheus, Rama, Zarathustra, Buddha, Krischna, Moses, Pythagoras, Jesus… und beruht auf der Hypothese, dass zwei große kosmische Prinzipien existieren – männlich und weiblich, Geist und Materie –, welche von unveränderlichen, universalen Gesetzen geordnet werden. Diese Gesetze waren den Eingeweihten aller Epochen bekannt und werden als Einweihungswissenschaft immer wieder durch die großen Meister und Philosophen der Menschheit übermittelt. Im Laufe der Jahrhunderte nahm dieses Wissen, diese „ewige Weisheit“, unterschiedliche Formen an und manifestierte sich insbesondere durch die verschiedenen, aufeinander folgenden Religionen, wo es jeweils dem Zeitgeist, der Kultur und dem spirituellen Entwicklungsgrad des jeweiligen Volkes angepasst wurde. Aïvanhov stützte sich auf diese alten Traditionen, indem er in seine Lehre vor allem christliche, aber auch iranische, hinduistische, buddhistische, taoistische und jüdische Perspektiven integrierte. Er wurde damit zum Vorreiter jener so wichtigen Tendenz, die heute nicht nur im Bereich der Theologie, sondern auch in den Politik- und Sozialwissenschaften Synergien und Übereinstimmungen aufzeigt, welche schon zu allen Zeiten zwischen den bedeutendsten religiösen und spirituellen Strömungen bestanden haben – immer mit dem Ziel, Frieden und soziale Harmonie auf der ganzen Erde herzustellen.[32] Bei genauerer Betrachtung enthält die Lehre Aïvanhovs jene Elemente des esoterischen Christentums, denen zufolge die Ankunft eines Zeitalters des überall sich verbreitenden Friedens und Wohlbefindens dadurch zustande kommen kann, dass eine ausreichende Zahl von Individuen daran arbeitet, das “Reich Gottes auf Erden” zuerst in sich selbst zu verwirklichen. Aïvanhov zufolge lautet eine der grundlegenden Wahrheiten der Einweihungswissenschaft, dass auf der “feinstofflichen” Ebene (in der so genannten „höheren Welt”) alle Elemente, aus denen die Realität besteht, auf eine bestimmte Weise untereinander vernetzt und verbunden sind. Daraus folgt, dass die Verwirklichung des Gottesreiches auf unserem ganzen Planeten eine fast spontane und natürliche Realität wird, wenn sich jeder darum bemüht, dieses göttliche Reich in sich selbst Wirklichkeit werden zu lassen, was dann die Rückkehr des mythischen Goldenen Zeitalters zur Folge haben kann. Um den besten Weg zu beschreiben, auf dem jedes Individuum diesem entscheidenden Ziel näher kommt, enthüllt Aïvanhov die ewigen Prinzipien der Einweihungswissenschaft und definiert die kosmischen Gesetze, die sowohl das Universum als auch den Menschen, den Makrokosmos wie auch den Mikrokosmos, regieren. Er beschreibt dabei auch den ständigen Austausch zwischen „dem was Oben ist und dem was Unten ist“. Eine Grundlage für diese Vorgehensweise ist die Überzeugung, dass die Menschen nicht nur durch den Glauben die konkrete Verwirklichung eines so hohen Ideals erreichen können, sondern dass sie auch Kenntnisse darüber brauchen, wie die „Wirklichkeit“ organisiert ist. Diese Kenntnisse werden dabei helfen, herauszufinden, wie das Kommen des Goldenen Zeitalters nicht länger eine Utopie bleibt, sondern zur Gewissheit wird.[33] Im Übrigen unterstreicht Aïvanhov, wie nützlich es auf individueller Ebene sein kann, ein hohes Ideal zu haben. Es erlaubt, auch vom subjektiven Standpunkt aus, bessere Lebensbedingungen zu erhalten: „... wenn ihr ein hohes Ideal habt, wenn ihr zum Beispiel das Reich Gottes auf Erden bringen wollt, werdet ihr alles von euch Gewünschte erhalten und die Fülle kosten”.[34] Die philosophische Sicht Aïvanhovs lehrt, dass alle Menschen, ungeachtet ihrer ethischen oder religiösen Herkunft, ihrer sozialen Stellung, ihrer materiellen und intellektuellen Möglichkeiten, an der Verwirklichung eines neuen Zeitalters der Brüderlichkeit und des Friedens auf Erden mitwirken können.[35] Anders als viele andere esoterische Strömungen unserer Zeit gibt die „Universelle Weiße Bruderschaft“ ihrem eigenen philosophischen System keinen speziellen Namen, sondern verwendet lieber den allgemeinen Begriff der „Lehre“. Aïvanhov legt Wert darauf, dass der zugrundeliegende “Text” dieser von ihm vermittelten Lehre das “Buch der Natur” ist, also ein “lebendiges” Buch, in dem der Schüler selbst alle das Leben regulierenden Entsprechungen und Gesetze “lesen” kann.

Die wichtigsten Themen

Das dominierende Thema in der Arbeit von Omraam Mikhaël Aïvanhov ist also der Mensch und seine Vervollkommnung als essenzielle Vorbedingung für das Entstehen von Harmonie und Frieden auf dem gesamten Planeten. Der (nicht nur im jüdisch-christlichen Sinne) esoterisch-spirituellen Tradition folgend wird eine Reihe von Übungen empfohlen, die dabei helfen, die existenziellen Fragen zu lösen und zu beantworten, das innere Leben besser zu verstehen und sich im Alltag besser zu verhalten. Selbst die Bezüge zur Wissenschaft der Symbole sowie zur Astrologie, Kabbala und Alchimie erscheinen weniger als abstrakte Spekulationen, sondern dienen vielmehr dazu, die Phänomene des inneren und sozialen Lebens zu beleuchten, die Funktionsweise, der das gemeinschaftliche Leben beherrschenden Gesetze zu erklären und die Beziehung zwischen Mensch und Ökosystem deutlich zu machen.

Mehr im Detail betrachtet, umfassen die weiteren Themen seiner Lehre[36], [37] die folgenden Bereiche: Sonnen-Yoga und Yoga der Ernährung („...wenn man euch fragt, was ihr bei eurem Meister lernt, so antwortet, dass es zahlreiche Yogaformen gibt, aber dass er den wesentlichsten, gehaltvollsten und ältesten Yoga, den Sonnen-Yoga und auch den Yoga der Ernährung, wiederentdeckt hat...“), geistiges Erwachen, geistiger Meister, feinstoffliche Körper, Reinkarnation[38], Einweihung (als Arbeit an sich selbst), göttliche Magie, Karma, das natürliche Gesetz der Entsprechungen, das Moralgesetz der Affinität, die geistige Galvanoplastik, die Sprache der Symbole und die „wahre Lehre Christi“. Die geistige Galvanoplastik ist ein im Jahre 1938 vorgestelltes Konzept, das die Schwangerschaft einer Mutter, die dafür Sorge trägt, ein harmonisches Kind zur Welt zu bringen, mit der Galvanoplastik vergleicht. „Überall in der Natur existiert die Galvanoplastik. Wenn wir etwas auf einer bestimmten Ebene vergolden wollen, müssen wir auf der Seite der Kathode eine Form, ein bestimmtes Bild anbringen und wir müssen ein metallisches Salz, eine Goldverbindung, in der elektrolytischen Flüssigkeit lösen. Wenn wir dann die Elektroden mit einer Batterie verbinden, wird der Gegenstand vergoldet.“[39]

Praktische Aspekte der Lehre

Über die esoterischen Grundlagen dieser Lehre hinaus, umfasst das von Aïvanhov vorgeschlagene philosophische System eine Reihe von Übungen, von Meditationsformen, von Praktiken, die in den Alltag integriert werden können. Sie helfen dabei, das Ideal umzusetzen, das darin besteht, die Materie zu vergeistigen, also die grundlegenden Prinzipien der spirituellen Realität dauerhaft in die materielle Realität hineinzubringen. Die Lehre beinhaltet Gymnastikübungen, Lieder und meditative Methoden, welche zum großen Teil aus der Lehre von Peter Deunov[40] stammen. Aïvanhov bringt die Aktivitäten und die Prinzipien, die den Menschen ausmachen, miteinander in Zusammenhang. Dem physischen Körper entspricht die körperliche Arbeit, dem Willen die Atmung und die Gymnastikübungen, dem Herzen die harmonischen und künstlerischen Aktivitäten, dem Intellekt die Meditation, der Seele die Kontemplation die Adoration und das Gebet und schließlich dem Geist die Identifikation.

  • Gemeinschaftsleben: sowohl die Schüler von Deunov wie auch die Schüler von Aïvanhov leben die Erfahrung des „brüderlichen Lebens“[41] ganzjährig oder zu bestimmten Zeiten. Es werden dabei Vorträge gehört, gemeinsame vegetarische Mahlzeiten in der Stille eingenommen, Chorlieder gesungen etc.
  • Yoga der Ernährung (Hrani-Yoga), 24stündiges Fasten und gemeinsame vegetarische Mahlzeiten;[42]
  • Körperliche Arbeiten;[43]
  • Gymnastikübungen, individuell oder in der Gruppe;[44]
  • Die Paneurhythmie, ein harmonischer Tanz, der von mehreren Paaren im Kreis getanzt wird. Bewegungen und Musik von Peter Deunov;[45]
  • Atemübungen;[46]
  • Chorgesang und Musik;[47]
  • Meditation[48]
  • Meditation beim Sonnenaufgang;[49]
  • Formeln und Gebete.[50]

„Bevor wir am Morgen aufstehen, sollten wir die Augen öffnen und unseren Blick nach innen wenden, um aufmerksam unserer inneren Stimme zu lauschen. Wir werden dann das Programm des beginnenden Tages hören. (…) Wir können folgenden Satz sprechen. Oh mein Gott, ich danke Dir, dass ich heute gesund und voller Energie bin. Möge mein Tag gesegnet sein! Hilf mir, auf dass ich Deinen Willen erfülle!“ [51]

Verbreitung der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov

Der Prosveta Verlag[52] widmet sich ausschließlich der Verbreitung der Werke von Omraam Mikhaël Aïvanhov. Sein Katalog umfasst 120 Bücher unterschiedlicher Buchreihen sowie Vorträge auf CD und DVD. Prosveta Frankreich schreibt auf seiner Internetseite, dass seit seiner Gründung mehr als 5,6 Millionen Bücher von Omraam Mikhaël Aïvanhov in über 30 verschiedenen Sprachen verkauft wurden. Die Internetseite verzeichnet jährlich etwa eine Million Besuche.[53]

Veröffentlichungen des Prosveta Verlags in deutscher Sprache

Die Lehre Aïvanhovs wurde ausschließlich mündlich übermittelt. Die von ihm gehaltenen Vorträge wurden zum Teil schon zu seinen Lebzeiten in Buchform veröffentlicht und von ihm selbst korrigiert. Auch alle späteren Werke entstanden aus seinen stenographierten oder auf Band aufgenommenen Vorträgen und sind beim Prosveta Verlag, erhältlich. Der Verlag „Editions Prosveta France“ ist Alleininhaber aller Rechte:

Reihe Gesamtwerke

  • Das geistige Erwachen
  • Die spirituelle Alchimie
  • Die beiden Bäume im Paradies
  • Das Senfkorn – Symbole im Neuen Testament
  • Die Kräfte des Lebens
  • Die Harmonie
  • Die Reinheit, Grundlage geistiger Kraft – Die Mysterien von Jesod
  • Sprache der Symbole, Sprache der Natur
  • Im Anfang war das Wort – Kommentare zu den Evangelien
  • Sonnen-Yoga – Surya-Yoga, Pracht und Herrlichkeit von Tiphereth
  • Der Schlüssel zur Lösung der Lebensprobleme
  • Die Gesetze der kosmischen Moral
  • Die neue Erde
  • Liebe und Sexualität
  • Alchimie und Magie der Ernährung – Hrani-Yoga
  • Erkenne Dich selbst – Jnani-Yoga
  • Die neue Religion – Eine universelle Sonnenreligion
  • Der Wassermann und das Goldene Zeitalter
  • Die Pädagogik in der Einweihungslehre
  • Leben und Arbeit in einer Einweihungsschule
  • Die Früchte des Lebensbaumes

Reihe Izvor

  • Auf dem Weg zur Sonnenkultur
  • Der Mensch erobert sein Schicksal
  • Die Erziehung beginnt vor der Geburt
  • Yoga der Ernährung
  • Die Sexualkraft oder der geflügelte Drache
  • Eine universelle Philosophie
  • Was ist ein geistiger Meister?
  • Innerer Friede und Weltfriede – Das Egregore der Taube
  • Weihnachten und Ostern in der Einweihungslehre
  • Die Antwort auf das Böse
  • Die Freiheit, Sieg des Geistes
  • Das Licht, lebendiger Geist
  • Die menschliche und göttliche Natur in uns
  • Liebe, Zeugung, Schwangerschaft
  • Die wahre Lehre Christi
  • Geheimnisse aus dem Buch der Natur
  • Ein neues Licht auf das Evangelium
  • Die geometrischen Figuren und ihre Sprache
  • Geheimnis Mensch – seine feinstofflichen Körper und Zentren
  • Der Tierkreis, Schlüssel zu Mensch und Kosmos
  • Alchimistische Arbeit und Vollkommenheit
  • Die Psyche des Menschen
  • Geistiges und künstlerisches Schaffen
  • Die Kraft der Gedanken
  • Harmonie und Gesundheit
  • Das Buch der göttlichen Magie
  • Goldene Regeln für den Alltag
  • Einblick in die unsichtbare Welt
  • Der Weg der Stille
  • Die Himmlische Stadt
  • Saaten des Glücks
  • Feuer und Wasser, Wunderkräfte der Schöpfung
  • Eine Zukunft für die Jugend
  • Die Wahrheit, Frucht der Weisheit und der Liebe
  • Im Geist und in der Wahrheit
  • Weisheit aus der Kabbala
  • Das kosmische Gleichgewicht – Die Zahl 2
  • Der Glaube versetzt Berge
  • Die Liebe ist größer als der Glaube
  • Söhne und Töchter Gottes
  • Der Stein der Weisen – Von den Evangelien zur Alchimie
  • Unerschöpfliche Quellen der Freude
  • Das Lächeln des Weisen
  • Dem Licht entgegen

Reihe Broschüren

  • Das neue Jahr
  • Die Meditation
  • Die Atmung
  • Der Tod und das Leben im Jenseits
  • Das Gebet
  • Musik und Gesang im spirituellen Leben
  • Das hohe Ideal
  • Das Osterfest – Die Auferstehung und das Leben
  • Die Aura
  • In die Stille gehen
  • Wie Gedanken sich in der Materie verwirklichen
  • Die Reinkarnation
  • Das Vaterunser
  • Das Gesetz der Gerechtigkeit und das Gesetz der Liebe
  • Die Quelle des Lebens
  • Die Nahrung, ein Liebesbrief des Schöpfers
  • Die Kunst und das Leben
  • Die wesentliche Aufgabe der Mutter während der Schwangerschaft
  • Die Seele – Instrument des Geistes
  • Menschliches und göttliches Wort
  • Weihnachten und das Mysterium der Geburt Christi
  • Die spirituellen Grundlagen der Medizin
  • Meditationen beim Sonnenaufgang
  • Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand
  • Das Ideal des brüderlichen Lebens
  • Die ganze Schöpfung wohnt in uns
  • Der Preis der Freiheit

Reihe Leseproben

  • Antwort auf aktuelle Fragen
  • Der spirituelle Mensch in der Gesellschaft
  • Glücklichsein
  • Der Mensch im Kosmos

Biographien

  • Das Geheimnis des Lichts: Leben und Lehre von Omraam Mikhael Aivanhov / Georg Feuerstein
  • Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen / Biographie von Marie-Louise Frenette
  • Hommage an Meister Peter Deunov

Reihe Praktische Übungen

  • Die Gymnastik-Übungen
  • Erhebende Gedanken – die Meditation
  • Vom Sinn des Betens

Bibliographie

  • Feuerstein, Georg (1998), The mystery of light: the life and teaching of Omraam Mikhaël Aïvanhov, Lower Lake, CA : Integral Pub.
  • Frenette, Louise-Marie: Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov ein Geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag
  • Mirabail, Michel: Dizionario dell'esoterismo Edizioni Mondadori.
  • Giovetti, Paola: I Grandi Iniziati del Nostro Tempo, Edizioni Mediterranee (leggi online, a pag.178).
  • Riffard, Pierre A.: L'esoterismo voll. 2 - Biblioteca Universale Rizzoli, 1996.

Von Éditions Prosveta herausgegebene fremdsprachige Werke

  • Omraam Mikhaël Aïvanhov, Éléments d'autobiographie, t. I : Afin de devenir un livre vivant, (1900-1916), Prosveta, 2009, 467 p.
  • Omraam Mikhaël Aïvanhov, Éléments d'autobiographie, t. II : Auprès du Maître Peter Deunov, (1917-1937), Prosveta, 2010, 453 p.
  • Agnès Lejbowicz: Omraam Mikhaël Aïvanhov et l’enseignement de la Fraternité
  • Feuerstein, Georg, La Vie et l'Enseignement d'Omraam Mikhaël Aïvanhov. Le Mystère de la Lumière (1992), Fréjus, Prosveta, 1996, 325 p.
  • Pierre C. Renard, "Images d'espoir - Un maître spirituel"(1999), Fréjus, Éditions Prosveta, 1999, 287 p.
  • Mazière, Annie (1985), Rencontre avec Omraam Mikhaël Aïvanhov, Prosveta.
  • Renard, Pierre (1984), Omraam Mikhaël Aïvanhov : témoignage d'un disciple, Prosveta.
  • Jehan, André (1982), Who is the Master Omraam Mikhael Aivanhov?, Editions Prosveta ; Los Angeles, Calif. : Prosveta U.S.A. [distributor].
  • Soubeyran, Robert (1993), Le rôle de la musique dans l'enseignement initiatique du maître Omraam Mikhaël Aïvanhov - 1, Prosveta.
  • Svezda [Stella Bellemin], Vie et Enseignement en France du Maître Omraam Mikhaël Aïvanhov (1971), Fréjus, Éditions Prosveta, 1992, 246 p.

Fremdsprachige Werke von universitärem Charakter

  • Hristova, Milka Andonova (2005), Les nouveaux mouvements religieux : défi pour l’Église orthodoxe bulgare (thèse de doctorat), Faculté de théologie de l’Université de Fribourg (CH).
  • Irwin, Lee, Esoteric Paradigms and Participatory Spirituality in the Teachings of Mikhaël Aïvanhov, in Jorge N. Ferrer et Jacob H. Sherman, The participatory turn - Spirituality, Mysticism, Religious Studies, State University of New York Press, 2008 (ISBN 978-0-7914-7601-7 e 978-0-7914-7602-4)
  • Riffard, Pierre A., L'ésotérisme, in Robert Laffont, 1990(ISBN 2-221-05464-4), Paris, pp.870-871.
  • Melton, J. Gordon e Martin Baumann, Religions of the World, Second Edition: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices, Santa Barbara, ABC-CLIO, 2010 (ISBN 978-1-59884-204-3), p. 59.
  • Rivest, Stéphane (2000), La conception de la lumière inhérente à l’œuvre du maître spirituel Omraam Mikhaël Aïvanhov (mémoire de maîtrise), Faculté de théologie, Sherbrooke, B. N. du Canada, ISBN 0-612-61830-7.

Weitere fremdsprachige Werke

  • Frenette, Louise-Marie, Une nouvelle conscience - Selon les enseignements d'Omraam Mikhaël Aïvanhov, ADA éditions, Varennes, Québec, 2009, 249 p.
  • Houston, Siobhan, Mysteries of the Sun: The Hermetic Teachings of Omraam Mikhaël Aïvanhov in Jay Kinney (a cura di) Gnosis: A Journal of the Western Inner Traditions, No. 47 (Spring, 1998), Lumen Foundation.
  • Rawlinson, Andrew, The Book of Enlightened Masters. Western Teachers in Eastern Tradition, Chicago et La Salle (Illinois), Open Court, 1997.
  • Theodosy, Frida, L'Art du chant divin : méthode de développement spirituel et d'union cosmique suivant l'enseignement des maîtres Peter Deunov et O. M. Aïvanhov, Hérouville-Saint-Clair, Éd. Télesma, 1990, 96 p.


Filmographie

  • La Présence d'un Maître: französischer Dokumentarfilm mit englischen Untertiteln von Hubert Mansion, realisiert von Emy Tamko, Gamahaé Production, 2012 (Dauer 67 Minuten): trailer auf YT; Ausschnitt auf YT.


Fremdsprachige online Dokumentationen

  • Biografia di Omraam Mikhaël Aïvanhov
  • Interview d la TV bulgare TVNews7 de Agnes Lejbowicz sur O. M. Aïvanhov
  • Le régisseur Hubert Mansion parle de Omraam Mikhaël Aïvanhov


Multimedia (Bilder, Video und Audio)

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Auszüge von Vorträgen (Audio und/oder Video) von O. M. Aïvanhov

  • (die vom Prosveta Verlag im Internet veröffentlicht wurden)
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Veröffentlichte Vorträge von Omraam Mikhaël Aïvanhov (Audio oder Video)

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  • ...


Einzelnachweise

  1. Bei seiner Ankunft in Varna 1907 wurde, um ihn schon zur Schule schicken zu können, sein Geburtsdatum auf den 18. Januar 1899 vordatiert. Erst viel später, als er bereits fünfzigjährig war, erfuhr er von seiner Mutter sein wahres Alter. (Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag).
  2. Sukzessive zugehörig zum Ottomanischen Reich (1389-1912), zum Serbischen Reich, (1912), zum Reich der Serben, Kroaten und Slovenen (1918), zum Jugoslawischen Reich (1929), zur Sozialistischen Republik Jugoslawien (1945), zur Mazedonischen Republik (1991).
  3. Von 1938 bis 1986 hielt Aïvanhov tausende von Vorträgen in französischer Sprache. Zuerst in Frankreich in Paris und Umgebung, später in Südfrankreich, in Fréjus und später auch in der Schweiz, in Kanada, den USA, in Indien, Schweden und Norwegen. Anfangs wurden seine Vorträge mitstenographiert, ab 1960 auf Tonband und ab 1980 auf Video aufgenommen. Ab 1972 erschienen sie in Buchform und sind inzwischen in über 30 Sprachen erhältlich. Auch Videovorträge mit Untertiteln in mehreren Sprachen sowie übersetzte Audiovorträge sind beim Prosveta Verlag veröffentlicht worden.
  4. Omraam Mikhaël Aïvanhov, Afin de devenir un livre vivant. Éléments d’autobiographie I. Prosveta, 2009, p. 285.
  5. Zu den Büchern, die den jungen Mihail inspiriert haben, gehören auch die Werke von Ralph Waldo Emerson.
  6. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag; Martin Baumann, Religions of the World, Second Edition: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices, Santa-Barbara, California, ABC-CLIO, 2010, 3200 p. (ISBN 978-1-59884-204-3, consultabile on-line).
  7. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  8. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  9. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  10. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  11. vezda, Vie et Enseignement en France du Maitre Omraam Mikhaël Aïvanhov, Prosveta, 2000.
  12. Pierre Geyraud, L'occultisme à Paris, Paris, Emile-Paul frères, 1953, 183 p., p. 93.
  13. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  14. Dichiarazione del Colonnello Lagarde relativa all'impegno di O. M. Aïvanhov a favore della Resistenza francese (vd. trascrizione del testo).
  15. Si veda anche l'Attestazione di Maurice Petit — (vd. trascrizione del testo), anch'esso membro della Resistenza francese, e l'Attestazione di Emile Grief — (vd. trascrizione del testo), ex Presidente del Comitato di liberazione di Sevres (Parigi). Cfr. anche Svezda, Vie et Enseignement en France du Maître Omraam Mikhaël Aïvanhov, Sèvres, F.B.U., 1971, p. 133. Nonostante questa ampia e autorevole documentazione storica, sulla Rete sono tutt'ora presenti molti riferimenti all'esistenza di "buone relazioni" tra Fratello Mikhaël e la Gestapo, che fanno tutti riferimento ad un'unica ed inattendibile fonte informativa, vale a dire ad un articolo pubblicato su una piccola rivista satirica della regione del Var, nella Francia meridionale, il Cactus varois: mensuel d'humeur et d'humour, un periodico formato A4, a limitata diffusione locale, venduto pressoché solo per abbonamento, e pubblicato dal 1994 al 2001. L'articolo in questione, pubblicato nel numero di marzo-aprile 1996, ha evidente carattere diffamatorio, e non cita alcuna ulteriore fonte attendibile, nessun documento ufficiale, nessuna accusa giudiziaria.
  16. Lanza del Vasto, nella sua introduzione a Amore, Saggezza, Verità, primo libro di Fratello Mikhaël, stampato nel 1948, scrive: «È per l’abbondanza del cuore che la bocca parla. Ecco le parole del Vangelo alle quali penso ascoltando Fratello Mikhaël. Egli parla come gli uccelli che cantano, con naturale perfezione, con un completo abbandono di sé. Fratello Mikhaël è una porta aperta. Attraverso lui passa ciò che proviene dal Maestro, coloro che lo ascoltano vanno al Maestro attraverso lui. Io non ammiro chi si impone, ammiro chi si sa rendere trasparente affinché la verità lo attraversi». Questa Introduzione è stata ripubblicata dalla rivista Misli del Centro Studi Omraam Mikhaël Aïvanhov.
  17. Das Zentrum Izgrev Internetseite der FBU Frankreich
  18. In questo senso si esprime anche André Fontain, in un articolo su Le Populaire (numero 12 del luglio 1948): «C'est parce qu'il avait refusé de devenir un agent secret de l'URSS que le mage Ivanoff est aujourd'hui poursuivi pour une affaire de mœurs»; in questo senso vd. anche Louise-Marie Frenette, Omraam Mikhaël Aïvanhov - Vita di un Maestro occidentale, Stella Mattutina Edizioni, 2016, p.201.
  19. In questo senso vd. anche Pierre A. Riffard, L'Ésotérisme, Bouquins, Robert Laffont, 1990, 1016 p. (ISBN 2-221-05464-4), p.870.
  20. Bezüglich der Nachforschungen von Walter Farr: Die Verurteilung von Mikhaël Aïvanhov im Jahre 1948 kann nur im historischen Kontext einer Epoche voller Wirren verstanden werden. Auf internationaler Ebene ist es der Beginn des Kalten Krieges. In Bulgarien hat die kommunistische Partei die vollständige Kontrolle des Landes übernommen und führt es in eine stalinistische Ära. Die Bruderschaft des 1944 verstorbenen Peter Deunov ist aufgelöst worden, ihre Mitglieder werden verfolgt. In Frankreich gerät auch die Gruppe, die sich um Mikhaël Aïvanhov gebildet hatte, in Schwierigkeiten. Vom “spirituellen” Standpunkt aus betrachtet stellen bestimmte Bulgaren sein Recht, die Lehre von Peter Deunov zu vermitteln, in Frage. Von politischer Seite befürchtet der französische Geheimdienst, die Vereinigung diene nur dazu, die Infiltration bulgarischer Agenten zu verdecken. Außerdem wurde die wachsende Berühmtheit dieses ausländischen Lehrers von bestimmten „Geheimgesellschaften“ (die in Paris damals sehr zahlreich waren) mit Misstrauen beobachtet. Vor diesem Hintergrund reagierte die Presse (wie immer bereit, spirituelle, nicht institutionelle Bewegungen zu stigmatisieren) in entsprechender Weise auf die Verhaftung von Mikhaël Aïvanhov. (…) Die Zeitungen wechselten danach schnell das Thema, aber der frühere Kriegskorrespondent, Walter Farr, verfolgte die Angelegenheit weiter. Walter Farr war damals ein sehr angesehener Journalist der englischen Tageszeitung Daily Mail. Er publiziert am 17. Februar 1950 den folgenden Artikel: Walter Farr, Spiritualist cover for espionnge, Continental Daily Mail,‎ 17 february 1950 (zitiert unter http://mikhaelaivanhov.org/en/texte-et-temoignage/temoignages/les-investigations-de-walter-farr/, so gelesen am 17.07.2017).
  21. « …Jahre später schrieb ihm der Justizminister einen Brief und entschuldigte sich dafür, den Verlauf der Verhandlung durch seine illegale Anwesenheit negativ beeinflusst zu haben. Er erklärte ihm, dass man ihn damals von seiner Schuld überzeugt hatte, er aber im Nachhinein erfahren habe, dass alles ein abgekartetes Spiel gewesen war… » Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag Seite 268.
  22. G. Esposito, Aïvanhov, l'homme qui m'a appris à vivre, Le Figaro littéraire, 22.XII.1962.
  23. Aïvanhov, Omraam Mikhaël, Die Pädagogik in der Einweihungslehre, Band II, Kapitel: Eine neue Einstellung dem Bösen gegenüber, Prosveta.
  24. Ram Dass, Miracle of Love. Stories about Neem Karoli Baba, Hanuman Foundation, Santa Fe, Nouveau-Mexique, États-Unis, 1979. Dada Mukerjee, By His Grace. A Devotee's Story, Hanuman Foundation, 2001.
  25. Die Bezeichnung „Babaji“ wird in Indien für zahlreiche spirituelle Meister verwendet. „Baba“ bedeutet dabei einfach „Vater“ und die Endsilbe „ji“ drückt Respekt und Hingabe aus. Hier also nicht zu verwechseln mit Mahavatar Babaji, von dem Paramahansa Yogananda (vd. Autobiographie eines Yogi (1946), Kap. 33, 34, 36, Paris, Adyar, 2003) und Marshall Govindan sprechen. (M. Babaji et la tradition du Kriya-Yoga des 18 Siddhas (1991), Montréal, Éditions Kriya, 1991): über diesen Punkt äußerte sich Aivanhov jedoch auch in einer Weise, die vermuten lässt, dass er in Indien ebenfalls dem Mahavatar Babaji begegnet ist.
  26. In einem Vortrag spricht Aïvanhov darüber, dass der Name "Omraam" ihm « [...] in einem Tempel des Himalaya gegeben wurde […]» (vgl. Vortrag vom 31.VIII.1974, bei Min. 36'30).
  27. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  28. Louise-Marie Frenette, Der Weg des Lichtes, Omraam Mikhaël Aïvanhov, ein geistiger Meister im Westen, Prosveta Verlag.
  29. Einer der Organisatioren, Hal Uplinger, erzählt in einem Interview anlässlich einer Preisverleihung der Smithsonian Institution über seinen Beitrag zum Gelingen dieser Initiative Folgendes: «There was one spiritual master, a Bulgarian who had taught in France for about 50 years. His name was Omraam Mikhael Aivanhov. His philosophy was put into books throughout the world. I don't even know in how many languages. We taped him for a minute and part of his message on hunger was to take the organs of the body and show how these organs have to work together for the human being to live. Which means that we, our organs being the different countries of the world, have to work together for our planet to live. We were looking at the different tapes that came in from all over and I saw his tape. At the very end of his message, Omraam Mikhael Aivanhov turned to the camera, paused, looked into the camera, and said, "This show on hunger will change the world". And that's when I knew the show was going to happen».
  30. Svezda (Stella Bellemin), Vie et enseignement en France du Maître Omraam Mikhaël Aïvanhov (Éditions F.B.U., 1971); André Jehan, Qui est le Maître Omraam Mikhaël Aïvanhov (Éditions Prosveta, 1974).
  31. In allen Veröffentlichungen findet sich folgender Hinweis des Prosveta Verlags: „Da Meister Omraam Mikhaël Aïvanhov seine Lehre ausschließlich mündlich überlieferte, wurden seine Bücher aus Steno-Mitschriften, Tonband- oder Videoaufnahmen seiner frei gehaltenen Vorträge zusammengestellt.“ Auf jeden Fall wurde ein Großteil der Gesamtwerke noch persönlich vom Autor selbst durchgesehen.
  32. Auf gleicher Linie mit dieser Perspektive finden wir im akademischen Bereich in einflussreicher Position den "Vater" der Peace Studies, Johan Galtung, der betont, wie wichtig eine synkretistische Vision der verschiedenen Religionen für den Prozess der Friedensbildung ist. Er entwickelte sogar die Transzendent Method, die sich in ihren strategischen und taktischen Aspekten direkt und offiziell von der hinduistischen, buddhistischen, christlichen, taoistischen, islamischen und jüdischen Religion inspirieren lässt. Vgl.: Johan Galtung, https://www.transcend.org/pctrcluj2004/TRANSCEND_manual.pdf, p.10; Johan Galtung e Graheme MacQueen, Globalizing God - Religion, Spirituality and Peace (Peace, Development, Environment, 4), Transcend University Press (2008); Galtung, J. (2012) Religions Have Potential for Peace. Lecture at the World Council of Churches’ Ecumenical Centre, 22 May. Geneva: World Council of Churches; Galtung, J. (1997/98) Religions, Hard and Soft, Cross Currents, 47(4):437–450.
  33. « Die Zeit ist gekommen, das Reich Gottes ist nahe«, sagte Jesus. Viele werden einwenden, dass zweitausend Jahre vergangen sind, seitdem er diese Worte ausgesprochen hat und dass das Reich Gottes wohl noch weit weg ist: Die Erde ist immer noch ein Ort voller Unglück, Elend, Hunger und Krieg! Wie also soll man diese Prophezeiung verstehen? Durch seine Lehre hat Jesus die Fundamente des Gottesreiches errichtet. Für diejenigen, die sie verstanden haben, ist es bereits gekommen. Ja, in der Seele und im Herzen jener, die ausreichend vorbereitet waren, damit es sich dort niederließ und jener, die fähig waren, seine Lehre der Liebe zu akzeptieren und anzuwenden, ist es schon gekommen. Für andere ist es nahe, ist es im Begriff zu kommen und für eine dritte Kategorie wird es kommen, aber man weiß nicht wann. Also, es ist bereits gekommen, es kommt und es wird kommen... die drei Behauptungen sind alle gleich wahr. (Omraam Mikhaël Aïvanhov, Gedanken für den Tag 16/10/2010, Prosveta 2009).
  34. O. M. Aïvanhov, L'Alto ideale, Prosveta. Im Allgemeinen betrachtet man Ideen als etwas Abstraktes, aber eine Idee ist ein lebendiges, handelndes Wesen. Wenn ihr dies nicht wisst, so kommt das daher, dass ihr euch noch nicht bewusst seid, welche Wirkungen eine Idee bis in die Tiefen eures Wesens entfaltet. Beobachtet euch, dann werdet ihr entdecken, wie sehr euch bestimmte Ideen geschadet haben, während andere euch im Gegenteil wunderbar halfen. In dem Moment werdet ihr verstehen, wie wichtig es ist, in seinem Inneren eine göttliche Idee zu nähren, die alles, nicht nur in euch, sondern auch außerhalb von euch, verwandeln kann. Und es gibt keine ruhmreichere Idee, als für das Licht, für das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit zu arbeiten. Diese Idee produziert Gold in euch, das heißt, sie bringt euch Gesundheit, Freude, Kraft, Intelligenz, Hoffnung und Glauben. Durch diese Idee werdet ihr regeneriert und wiedererweckt. (Omraam Mikhaël Aïvanhov, Gedanken für den Tag 29/05/2010, Prosveta, 2009). Jesus sagte: »Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit« (Mt 6,33). Warum zuerst das Reich Gottes? Weil es einen Zustand der Vollkommenheit, der Fülle darstellt. Alles ist darin enthalten: Gesundheit, Reichtum, Schönheit, Ordnung, Freiheit, Friede, Weisheit, Liebe, Freude… Deshalb fügte Jesus hinzu: »So wird euch das alles zufallen«. Das Reich Gottes ist eine Synthese von allem anderen, von allen Segnungen, die ihr erbitten könnt. Ihr sagt: »Ach, wenn ich nur Macht hätte… wenn ich nur reich wäre… wenn ich nur Schönheit besäße!« Aber das sind nur bestimmte Aspekte und Attribute des Reiches Gottes und sobald man beginnt, sich eines besonders zu wünschen, macht sich ein Ungleichgewicht breit. Das Reich Gottes ist vor allem ein Zustand von Gleichgewicht und Harmonie. Wenn man auf einen Punkt besonderes Gewicht legt, so tut man dies notwendigerweise auf Kosten von etwas anderem und legt damit bereits den Keim des Ungleichgewichts. Alles, was unsere Seele, unser Geist, unser Herz, unser Verstand und unser physischer Körper brauchen, ist in diesen Worten enthalten: das Reich Gottes. (Omraam Mikhaël Aïvanhov, Gedanken für den Tag 5/12/2012, Prosveta 2011).
  35. Ihr fragt: »Und was ist diese wahre Mission?« Es ist die, die Jesus allen Menschen aufgetragen hat, als er sagte: »Seid vollkommen, wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist« (Mt 5,48). Ja, nicht nur die Christen, sondern alle Männer und Frauen auf der Erde haben diese Mission zu erfüllen. An sich selbst zu arbeiten und dabei dieses ferne Ziel, die Vollkommenheit ihres Himmlischen Vaters vor Augen zu haben, ist ebenfalls eine großartige Mission, verlangt aber gleichzeitig eine immense Bescheidenheit. Nachdem sie es ganz offensichtlich in einem einzigen Leben nicht schaffen können, werden sie sich reinkarnieren müssen, um diese Arbeit fortzusetzen. Auf diese Weise kann das Reich Gottes eines Tages auf die Erde kommen, dann, wenn alle Menschen sich entschließen, diese Arbeit ausdauernd und geduldig an sich selbst auszuführen. Nicht durch die Initiativen einiger weniger, die sich einbilden, der Himmel hätte sie mit einer speziellen Mission beauftragt. (Omraam Mikhaël Aïvanhov, Gedanken für den Tag 7/3/ 2016, Prosveta 2015).
  36. O. M. Aïvanhov, Reihe Gesamtwerke.
  37. Siehe [1] und [2]
  38. «Wenn ein Mensch stirbt, wird er wieder von den Wurzeln des Kosmischen Baumes aufgesogen, erscheint aber bald in einer anderen Form […], beim Tod verlasst ihr die verschiedenen Körper, von denen ihr euch nacheinander befreien müsst: zuerst den physische Körper, dann einige Zeit, ein bis zwei Wochen später, den Ätherkörper ; dann den Astralkörper und dies dauert viel länger, weil sich auf der Astralebene die Leidenschaften, Begierden und alle niederen Gefühle angesammelt haben. Und das ist die Hölle: die niedere Astral- und Mentalebene [der Mentalkörper], wo man einige Zeit bleiben muss, um sich zu reinigen. Danach befreit ihr euch vom Mentalkörper, und dann beginnt das Paradies mit dem ersten, zweiten und dritten Himmel… Der Tradition zufolge sind es sieben. Erst wenn man sich vollständig entblättert hat, tritt man nackt in den siebten Himmel ein; nackt bedeutet, gereinigt, ohne Behinderungen. Später kehrt der Mensch zur Erde zurück und wird als Kind geboren. Er bekleidet sich zuerst mit den feinstofflichen Körpern (Atman-, Buddhi- und Kausalkörper), dann mit Mental-, Astral- und Ätherkörper und schließlich mit dem physischen Körper.» (Der Mensch erobert sein Schicksal, Reihe Izvor).
  39. Michaël Ivanoff, L'Alchimie spirituelle, Paris, Éditions Izgrev, 1947, p.|187-221 : "Les mystères de la galvanoplastie", p.239.
  40. Über Peter Deunov : O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band I, Prosveta: Das geistige Erwachen, Kapitel 7 : "Der Meister Peter Deunov" (1946) ; Hommage an Meister Peter Deunov, Prosveta. Éléments d'autobiographie, t. 2 : Auprès du Maître Peter Deunov, Prosveta, 2010, 453 p.
  41. Über die Universelle Weiße Bruderschaft: O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band I, Das geistige Erwachen, Kapitel 8 : die lebendige Kette der Universellen Weißen Bruderschaft, sowie Band XV, Liebe und Sexualität, Teil II, Kapitel 9 : Die Universelle Weiße Bruderschaft.
  42. O. M. Aïvanhov, La nouvelle lumière. Les nouvelles méthodes, Éditions Izgrev, 1958, p. 15-31 : "Comment comprendre la nutrition" (1954) ; O. M. Aïvanhov, Attitude, comportement à observer pendant les repas (1968), collection de l'École divine, 20 p. ; Gesamtwerke BandVII : Die Reinheit, Kapitel I: « Die Ernährung »Kapitel III : "Das Fasten" ; Band XIII : Die neue Erde, Kapitel 3: "Die Ernährung"; Band XVI : Hrani yoga. Alchimie und Magie der Ernährung; "Vous êtes des dieux", , p. 376-386.
  43. O. M. Aïvanhov, "Cherchez le Royaume de Dieu et sa Justice, p. 506-508 ; "Vous êtes des dieux", p. 358-376.
  44. O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band XIII : Die Neue Erde, Anhang : « Die Gymnastikübungen » und Reihe Praktische Übungen : « die Gymnastik-Übungen ».
  45. Peter Deunov, Paneurythmie (paroles et musique). Paneurythmie : enregistrement orchestré, Prosveta, 2000 ; Muriel Urech, Die Paneurhythmie von Peter Deunov nach der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov, Prosveta.
  46. O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band VII, Kapitel: "Wie man während der Atemübungen mit den Engeln der vier Elemente arbeitet"; Band XVIII : "Erkenne Dich selbst." Jnani yoga. II, Kapitel 12 : "Die Atmung"; Broschüre Nr. 303 : « Die Atmung ».
  47. O. M. Aïvanhov, La Musique, Collection de l'École divine, 51 p. ; Geistiges und künstlerisches Schaffen Prosveta, Reihe "Izvor".
  48. O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band XIII : Die Neue Erde, Kapitel 10 : "Die Arbeit mit den Gedanken; Band XVIII : "Erkenne Dich selbst" Jnani yoga. II, Kapitel 6 : "Konzentration, Meditation, Kontemplation, Identifikation méditation".
  49. O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band X : Sonnen-Yoga ; Band XXIII: Die neue Religion – Eine universelle Sonnenreligion; Band XXVIII : Die Pädagogik in der Einweihungslehre II, Kapitel 10 : "Die Sonne als Vorbild" ; Broschüre Nr. 323 : Meditationen beim Sonnenaufgang.
  50. O. M. Aïvanhov, Exercices et formules, collection de l'École divine, 63 p. (182 enseignements) ; Gesamtwerke, Band XIII : Die Neue Erde, Kapitel I "Gebete" ; " Le "Das Vaterunser", Broschüre Nr. 313.
  51. O. M. Aïvanhov, Exercices et Formules, Sèvres, Fraternité Blanche Universelle, collection de l'École Divine, sans date, p.1-2.
  52. Éditions Prosveta.
  53. http://prosveta.fr/qui-sommes-nous.


Weblinks



Anmerkung für den Leser: die Ausarbeitung dieses vorläufigen Beitrages erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nur ein Ausgangspunkt, da das Thema von Omraam Mikhael Aïvanhov in verschiedenen Vorträgen zwischen 1938 und 1985 noch ausführlicher dargelegt wurde. Interessierte Personen werden, durch direktes Lesen oder Hören seiner Vorträge (herausgegeben vom Prosveta Verlag, dem alleinigen und exklusiven Eigentümer der Rechte an seiner Arbeit), wichtige Aspekte von weiterem Interesse finden. Dieser Beitrag drückt also nur einen Teil von Aïvanhov‘s Gedanken zu diesem Thema aus.
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