Universelle Weisse Bruderschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 11. Juli 2019, 03:18 Uhr

«Es gibt auf der Welt genügend Religionen – die Frage ist nur, wie man sich mit ihnen beschäftigen soll, damit sie keine leblosen Schriften bleiben. Die Lehre der Universellen Weißen Bruderschaft will keine neue Religion bringen, sondern nur Methoden, das heißt, ein Verhalten, das angenommen und ein Programm, das verwirklicht werden sollte. Wir brauchen die seit Jahrtausenden bekannten wesentlichen Wahrheiten nicht zu diskutieren. Wir sollten nur die beste Art und Weise finden, sie umzusetzen, damit sie in der Welt, und vor allem in uns immer lebendig sind».[1]

Einleitende Bemerkungen

Die Universelle Weiße Bruderschaft (UWB) ist eine spirituelle synkretistische Bewegung, die von Omraam Mikhaël Aïvanhov im Jahre 1947 in Frankreich gegründet wurde. Sie entstand als Fortführung der Weißen Bruderschaft, welche ihrerseits am 6. April 1900 in Warna, Bulgarien, von dem bulgarischen Philosophen und geistigen Meister Peter Deunov gegründet worden war. Im Jahre 1937 beauftragte Peter Deunov Omraam Mikhaël Aïvanhov, der seit 1917 sein Schüler war, die Lehre der Bruderschaft in Frankreich zu verbreiten. Dies geschah auch im Hinblick auf die Schwierigkeiten, die Deunov für seine Bewegung aufgrund des in Bulgarien herrschenden nazifreundlichen Regimes heraufziehen sah. Ab 1938 begann Omraam Mikhaël Aïvanhov mit der Verbreitung der deunovschen Lehre, indem er Vorträge hielt (es gibt davon heute mehr als 5000). Seine Vortragstätigkeit dauerte bis ein Jahr vor seinem Tode im Jahre 1986 an. Es gibt keinen designierten Nachfolger und die Vereinigungen seiner Schüler werden in den verschiedenen Ländern, in denen die Lehre vertreten ist, von national gewählten Präsidenten geführt. Die Lehre selbst wird durch Bücher, sowie durch Audio- und Videovorträge verbreitet, welche vom Prosveta Verlag, dem alleinigen Inhaber der Rechte der Werke von Omraam Mikhaël Aïvanhov, veröffentlicht werden. Mit der Zeit entwickelte sich die UWB zu einer weltweit verbreiteten Bewegung spirituellen Charakters, die eine universelle, esoterisch-christliche Weltanschauung vertritt. Über die Rolle, die die UWB in der nahen Zukunft spielen könnte sagt Omraam Mikhaël Aïvanhov: “Die Epoche in der man dachte, man solle in Einsamkeit leben, um sich weiterzuentwickeln und an seine Seelenrettung zu denken, ist vorbei. Wir treten jetzt in das Zeitalter der Brüderlichkeit ein. Die Menschen dürfen untereinander keine Trennungen mehr schaffen, sondern sollen gemeinsam, Seite an Seite, vorwärtsgehen, um auf der Erde eine universelle brüderliche Gemeinschaft entstehen zu lassen, in der alle eine grosse Familie bilden. Dann werden die Grenzen fallen und - anstatt unnötigerweise so viel Geld dafür auszugeben, sich voreinander zu schützen - werden die Völker in Fülle und Frieden leben. Dies sind die Ideen, die die Lehre der Universellen Weißen Bruderschaft inspirieren, weil es unser Ziel ist, uns auf allen Ebenen weiterzuentwickeln, um Vorbilder zu werden, die gemeinsam vorwärts schreiten, vereint durch die Liebe, die Gott unter allen Menschen existieren lassen will. Unser Ideal ist es, in Harmonie ein kollektives Leben zu führen, weil sich darin alle Segnungen befinden.” [2]

Erklärung des Namens

Alle drei Begriffe, aus denen sich der Name “Universelle Weiße Bruderschaft” zusammensetzt, verlangen nach einer korrekten Erklärung, weil es sonst zu irrtümlichen Interpretationen kommen könnte. Wenn wir mit dem Adjektiv „weiß“ [3] beginnen, ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass sich dieser Begriff nicht im geringsten auf eine bestimmte Hautfarbe oder Ethnie bezieht, sondern das weiße Licht meint, in dem alle anderen Farben enthalten sind. Dies führt uns analog zu der Idee der universellen Brüderlichkeit, welche ausnahmslos alle Menschen umfasst und sie dazu auffordert, auf der Erde ein brüderliches und harmonisches Leben zu verwirklichen, bei dem jede ethnische Zugehörigkeit, jede Religion und Nationalität mit vollem Respekt behandelt wird. Der Begriff “universell” unterstreicht gerade diesen Wunsch, alle Lebewesen, alle Offenbarungen der Schöpfung, in ein Lebensprojekt mit einzubeziehen, das – und hier kommen wir zum Begriff “Bruderschaft” – in empathischer Weise jeden einzelnen Menschen meint, egal welcher Gemeinschaft, Religion oder Gruppierung er angehört. [4]

Ziele

Der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov entsprechend existiert die Universelle Weiße Bruderschaft in gewisser Weise auf zwei Ebenen: die erste bezieht sich auf die Vereingungen nationalen Charakters, die in vielen Ländern der Welt vorhanden sind. Diese apolitischen nicht gewinnorientierten Vereinigungen, deren Mitglieder ausnahmslos ehrenamtlich arbeiten, wirken auf dem Gebiet der Spiritualität, der Kultur, der Gemeinschaftlichkeit und der Solidarität. Ihr Ziel ist es, das kulturelle, moralische und spirituelle Wachstum der Individuen und der zivilen Gesellschaft durch eine kohärente Anwendung des Prinzips der Brüderlichkeit zu fördern. Dies soll erreicht werden durch das Studium, die Vermittlung, die Bereitstellung und die praktische Umsetzung der Lehre des Philosophen Omraam Mikhaël Aïvanhov. Die Verbreitung der universellen Werte von Brüderlichkeit und Solidarität unter den Völkern, die harmonische Synthese der unterschiedlichen Aspekte einer weltweiten Kultur, die Förderung der ethischen und moralischen Werte des Individuums sowie eine soziale, ökonomische und technologische Entwicklung in Harmonie mit der Natur, stehen dabei im Vordergrund.

Die zweite und höhere Ebene der Universellen Weißen Bruderschaft existiert, gemäß Omraam Mikhaël Aïvanhov, auf der geistigen Ebene und wird von ihm auch oft als Große Universelle Weiße Bruderschaft bezeichnet. Sie besteht aus allen erleuchteten Wesen, aus allen Meistern, Heiligen und Eingeweihten aller Zeiten und aller Kulturen, welche es sich schon seit jeher zum Ziel gesetzt hatten, der Entwicklung der Menschheit beizustehen, sie zu unterstützen und zu schützen. Einigen esoterischen Traditionen zufolge (besonders in der Theosophie von Helena Blavatsky) wird sie auch als Große Weiße Loge bezeichnet zu der große Seelen (Mahatmas) gehören wie: Krishna, Buddha, Zarathustra, Orpheus, Pythagoras, Hermes Trismegistos, Moses und Jesus Christus. Dieser Gedanke greift die Vorstellungen antiker religiöser und spiritueller Traditionen – im Wesentlichen taoistischen und hinduistischen, aber auch christlichen oder islamischen Ursprungs – wieder auf, denen zufolge es auf der Erde immer eine kleine Anzahl von Individuen gibt, die wirken, um die Menschheit zu unterstützen und zu führen. Diese Individuen führen meist ein unauffälliges Leben und sind in homogener Weise in allen Gemeinschaften der Erde verteilt auffindbar, ohne jedoch notwendigerweise als solche in Erscheinung zu treten. Sie pflegen untereinander keine “normalen” sozialen Kontakte, sondern stehen eher durch Meditation oder Gebet miteinander in Verbindung.

Sie gehören auch nicht zu einer speziellen Religion, sondern sind vereint durch eine geistige Sicht der Existenz, derzufolge es ausgeschlossen ist, daß eine Religion die anderen dominiert, während im Gegenteil allen Religionen das Streben nach dem höchsten Prinzip der bedingungslosen Liebe gemeinsam sein sollte. Die Mitglieder dieser Ebene der Bruderschaft sind in keiner Weise und auf keine Art untereinander organisiert, es gibt also nirgends eine Aufstellung der Namen und die dazu gehörigen Personen sprechen gewöhnlich nicht über ihre Zugehörigkeit. Entsprechend einer Sichtweise, die ebenso auf die Philosophie Platons zurückgehen könnte, sind ihre Mitglieder hochentwickelte Wesen, geistige Meister, die sich in demütiger und völlig uneigennütziger Weise in den Dienst zum Wohle aller Menschen stellen. In diesem Sinne sind Peter Deunov und ebenso Omraam Mikhail Aïvanhov als Vertreter dieser Weißen Loge anzusehen. Die unterschiedlichen UWB-Vereine stellen nichts anderes als “einen Spiegel dieser unsichtbaren Bruderschaft dar, deren Ziel es ist, die ewige Christus-Religion zu verbreiten; sie bewahren die Tradition der “Kirche des Heiligen Johannes”, die als ursprünglichste Manifestation christlicher Spiritualität angesehen wird. Die Kirche des Johannes wird betrachtet als jene Kirche, die mehr dem Geist und weniger dem Buchstaben der Lehre Christi gefolgt ist”. [5] Zur Ehre der Großen Universellen Weißen Bruderschaft bemerkt Omraam Mikhaël Aïvanhov: “Die Große Weiße Bruderschaft ist eine Macht, die sich über das gesamte Planetensystem und darüber hinaus erstreckt. Man darf sie nicht nach derjenigen auf der Erde beurteilen, einer Handvoll Männer und Frauen, die nicht immer weise und erleuchtet sind. Die wahre Universelle Weiße Bruderschaft, die oben ist, umfasst alle höchstentwickelten Wesen; wir hier sind nur eine Zweigstelle, wenn ihr so wollt, die etwas von ihrem Licht und von ihrer Unterstützung bekommt, um ihre Vorhaben auszuführen. Die Bruderschaft, die unten ist, sollte jedoch immer mehr zu einem getreuen Abbild derjenigen werden, die oben ist”. [6]

Verbreitung

Das internationale Hauptzentrum, das allen UWB-Vereinigungen als Bezugspunkt dient, befindet sich in Frankreich, in Fréjus an der Côte d’Azur. Der Encyclopedia of American Religions von J. G. Merton (Ausgabe 1989) zufolge, zählte die UWB im Jahre 1988 4.350 Mitglieder in Frankreich und 1.350 in der Schweiz. Heute ist die Vereinigung in etwa dreißig Ländern vertreten. In Frankreich gibt es ein zweites wichtiges Zentrum in Sèvres bei Paris.

Grundprinzipien

Die Grundprinzipien dieser Lehre beziehen sich auf die jüdisch-christliche Tradition und haben in der Bibel ihren wichtigsten Bezugstext, aber, entsprechend der synkretistischen Natur dieser Philosophie, beziehen sich auch viele Elemente auf die hinduistische und buddhistische Kultur. Es gibt außerdem verschiedene Analogien zu der Doktrin von Hermes Trismegistos, von Pythagoras, den Rosenkreuzern, der Theosophie, der Anthroposophie von Rudolf Steiner und der Weisheit der Kabbala. Im Hinblick auf das Gottesverständnis gibt es in vielen Aspekten Ähnlichkeiten mit der Vision von Franz von Assisi, sowie mit dem Prinzip der Viriditas von Hildegard von Bingen oder dem Gedankengut von Spinoza. Die Lehre schließt die Vorstellung von Reinkarnation und Karma ein.

Die zentrale Rolle der Sonne

In der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov stellt die Sonne als Ideal der Vollkommenheit einen wesentlichen Grundaspekt dar. Sie symbolisiert die bedingungslose göttliche Liebe, das Christusprinzip, die belebende Kraft Gottes, die mit ihrem Licht alles Erschaffene nährt und harmonisiert. Sich auf das Bild der Sonne zu konzentrieren, oder beim Sonnenaufgang zu meditieren (Surya Yoga) hilft dabei, sich mit der göttlichen Ebene zu verbinden und bringt körperlichen, seelischen und geistigen Nutzen. [7]

Brüderlichkeit

Das Ideal der Brüderlichkeit stellt ein grundlegendes Prinzip in der gesamten Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov dar und wird als wesentliches Element betrachtet, um zur Lösung der wichtigsten Menschheitsprobleme beizutragen. In dem Maß, wie menschliche Individuen dieses Prinzip verinnerlichen und praktizieren, befreit sie dies vom Egoismus und bewirkt, daß sie nicht mehr nur für ihr eigenes Interesse, sondern für das Wohl der ganzen Welt handeln. Ein in brüderlichem Altruismus gelebtes Leben garantiert ein optimales Funktionieren menschlicher Gesellschaften und bringt allen Menschen Formen substanziellen Wohlbefindens in einem Kontext von Frieden und Harmonie. [8]

Dualität der menschlichen Natur

Gemäß der Lehre der Universellen Weißen Bruderschaft besitzen alle Menschen zwei Naturen: eine niedere, menschliche Natur und eine höhere, göttliche Natur. Die niedere Natur setzt sich zusammen aus drei “Körpern”: dem physisch-ätherischen Körper, dem Astral- oder Gefühlskörper, dem Mentalkörper; die höhere Natur besteht aus Kausalkörper (göttliche Weisheit), Buddhikörper (selbstlose oder göttliche Liebe), Atmankörper (höherer oder göttlicher Wille). Im Laufe seines Lebens sollte jedes Individuum danach streben, das Bewußtsein seiner eigenen höheren Natur zu stärken. Dieser Teil der Lehre knüpft an bestimmte Aspekte der hinduistischen Spiritualität an und bearbeitet Teile der theosophischen und anthroposophischen Lehren auf neue Weise. [9]

Rolle der Kunst

Ausgehend von der Tatsache, daß alle menschlichen Wesen naturgemäß mit kreativen Fähigkeiten ausgestattet sind, unterstreicht die Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov wie wichtig es ist, sich in der Kreativität von der spirituellen und göttlichen Ebene, anstatt von der materialistisch-menschlichen Ebene inspirieren zu lassen. In diesem Sinne begünstigt die Arbeit an Formen der Kunst, die mit der spirituellen Ebene verbundenen sind, einen Weg der inneren Vervollkommnung. [10]

Die spirituelle Arbeit

ordine e armonia, le medesime pace e armonia Bitte italienischen Text kontrollieren An der Basis der spirituellen Arbeit, die jedes Individuum ausführen sollte, steht das Ziel, die eigene göttliche Natur zu entwickeln, indem sie von den Begrenzungen befreit wird, die ein zu sehr mit den materiellen Beschäftigungen und Sorgen gelebtes Leben mit sich bringt. Durch eine ganze Reihe von Übungen und Praktiken, die täglich ausgeführt werden können (stark zusammengefasst geht es darum, mit einem erhöhten Grad an Bewußtheit zu essen, zu atmen, sich zu bewegen, zu beten etc.), wird es möglich, dauerhafte Formen von Ordnung und Harmonie in sich zu verankern und dadurch fähig zu werden, eben diese Ordnung und Harmonie auch in seinem sozialen Umfeld zu verbreiten. [11]

Vorgeburtliche Erziehung

Bezugnehmend auf entsprechende medizinische und spirituelle Traditionen der Antike (die in allen großen Kulturen der Welt vorhanden waren und deren Inhalte heute durch wesentliche wissenschaftliche Studien auf den Gebieten der Medizin und der Psychiatrie immer mehr bewiesen werden), schreibt Omraam Mikhaël Aïvanhov der vorgeburtlichen Erziehung eine wesentliche soziale Rolle zu. Es geht dabei um eine Anzahl von Verhaltensweisen, die es der zukünftigen Mutter, auch zusammen mit dem zukünftigen Vater, erlauben, ideale Bedingungen für eine möglichst unbeschwerte Schwangerschaft zu schaffen. Dies soll – auf absolut natürliche und nicht invasive Weise – dazu führen, dass das Kind, von der Zeugung an und während der gesamten Schwangerschaft, unter optimalen Bedingungen heranwachsen und seine besten Potenziale entwickeln kann. Bewusste Eltern (so könnte man ein Paar, das die Prinzipien der vorgeburtlichen Erziehung praktiziert am besten bezeichnen) werden gesündere Kinder zur Welt bringen können, deren psychophysische Struktur nicht durch den körperlichen oder emotionalen Streß konditioniert wurde, welcher von der Mutter während der vorgeburtlichen Zeit so häufig übertragen wird; außer einer besseren Gesundheit werden diese Individuen auch über vollständigere und harmonischere empathische und kommunikative Kompetenzen verfügen und damit zu Mitmenschen heranwachsen, die sich im sozialen Bereich gut entwickeln und ein liebenswürdiges und gewaltloses Verhalten an den Tag legen. [12]

Methoden und Übungen

Die wichtigsten von der Lehre der Universellen Weißen Bruderschaft empfohlenen Methoden haben alle die Eigenschaft, in den täglichen Lebensrhythmus integriert werden zu können. Für Omraam Mikhaël Aïvanhov ist es eine der immer gültigen Grundregeln, daß das Üben der Lehre nicht dazu führen sollte, sich von der Welt zu isolieren. Alle Menschen, die diese Lehre praktizieren, sollten viel eher in der Lage sein, ihre Prinzipien in die Welt hineinzutragen und selbst ein Vorbild zu werden, das zu ihrer Verbreitung beiträgt. Die wichtigsten Methoden beinhalten: das Studium und die praktische Anwendung der Inhalte dieser Lehre, die Meditation, das Hören von Musik, das Singen, das bewußte Einnehmen der Mahlzeiten in der Stille, die Atmung, eine Form spiritueller Gymnastik, ein Paneurhythmie genannter heiliger Tanz. Alle diese unterschiedlichen Methoden erlauben es dem Übenden, sich mit der Umgebung und der Natur zu verbinden und so den Kontakt zur eigenen Bezugsgemeinschaft zu erhalten und zu verstärken.

Studium und praktische Anwendung der Lehre

Omraam Mikhaël Aïvanhov unterstreicht mehrfach [13], wie wichtig es ist, auf der einen Seite die Lehre zu vertiefen (Studium der Lehre), indem man Vorträge hört oder die Texte liest, in denen die Vorträge in schriftlicher Form festgehalten wurden und auf der anderen Seite das Gelernte anzuwenden, um zum eigenen Nutzen und zum Nutzen der gesamten Gesellschaft, innere Qualitäten und Tugenden zu entwickeln.

Meditation

Die Meditation spielt in der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov eine grundlegende Rolle und man kann mindestens drei unterschiedliche mögliche Formen der Meditation unterscheiden: die Meditation beim Sonnenaufgang, die Meditation mit der Musik und die so genannte Laser-Meditation.

Die von Omraam Mikhaël Aïvanhov Surya Yoga (“Sonnen-Yoga”) genannte Meditation beim Sonnenaufgang stellt einen der Grundpfeiler der Lehre dar, weshalb alle Lernenden dieser Schule zu ihrer Durchführung ermuntert werden. Sie wird während der Sommermonate, zwischen dem 21. März und dem 28. September frühmorgens beim Sonnenaufgang praktiziert. Es wird bemerkt, daß die Energie der Sonne am Morgen für eine innere Erneuerung und Harmonisierung besonders geeignet ist. Der Praktizierende konzentriert seine Gedanken und Emotionen auf die Sonne, die als beste Metapher und Offenbarung des göttlichen Prinzips zu verstehen ist, und er strebt danach, sich mit der Urquelle des Lebens zu verbinden. Indem man sich mit der Sonne verbindet, wird man leichter befähigt, mit der Ebene des Geistes in Kontakt zu treten und stärkt dabei seine eigene höhere Natur. [14]

Die Meditation mit der Musik wird vorwiegend in Gruppen praktiziert, indem man während des Hörens von besonders harmonischen und inspirierenden Musikstücken oder direkt nach dem Singen meditiert. Diese Übung bewirkt eine tiefe körperliche, gefühlsmäßige und mentale Entspannung und stimuliert die spirituellen Fähigkeiten durch eine Arbeit mit der aktiven Imagination. [15]

Die so genannte Laser-Meditation wird ebenfalls vorzugsweise in Bruderschaftsgruppen geübt, indem sich alle gleichzeitig auf dasselbe lichtvolle Bild (die Sonne, ein intensives Licht,...) konzentrieren. Auf diese Weise treten alle Teilnehmer untereinander in Resonanz und erzeugen dadurch eine besondere geistige Schwingung, die sowohl den einzelnen Gruppenmitgliedern, als auch der übrigen Menschheit positive Wirkungen vermittelt. [16] [17]

Musik und Gesang

Gewöhnlich beginnen die brüderlichen Zusammenkünfte mit mindestens drei heiligen Liedern, die aus einem von Peter Deunov komponierten Repertoire ausgewählt werden. Durch die Musik und die Lieder kommen die Teilnehmer untereinander schnell in Einklang und, während die Atmosphäre insgesamt gereinigt und harmonisiert wird, entsteht innerhalb der Gemeinschaft eine verbindende Energie. Besonders durch den Gesang können sich die Personen verändern und innerlich jene Eigenschaften und Tugenden stärken, die für ihre Weiterentwicklung notwendig sind. [18]

Yoga der Ernährung

Die Gewohnheit, die Mahlzeiten – alleine oder in der Gruppe – bewusst und in der Stille einzunehmen und dabei auch auf die eigenen Gesten zu achten, um keinen Lärm zu machen, stellt einen weiteren wesentlichen Aspekt dieser Lehre dar. Dies ermöglicht allen Praktizierenden dieser besonderen (Hrani Yoga genannten) Form des Yoga, über die Nahrung zu meditieren, also zum Beispiel über die Art und Weise, wie sie von der Natur produziert wurde, über die beim Essen entstehende Verbundenheit zum Schöpfer, über die Art der durch die Nahrung übermittelten Energien etc. Die Grundidee ist, daß eine durch liebevolle Dankbarkeit geprägte Beziehung zu den Lebensmitteln es ermöglicht, besser von den in ihnen enthaltenen Nährstoffen zu profitieren, sowohl auf der physischen, als auch auf der geistigen Ebene. [19]

Atmung

In der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov werden Atemübungen praktiziert, welche auf die Prāṇāyāma Techniken des Hatha Yoga zurückgehen. Omraam Mikhaël Aïvanhov unterstreicht, daß die Atmung als eine regelrechte Form von Nahrung anzusehen ist, für deren optimale Aufnahme man bei jeder Einatmung den Atem ein wenig länger anhalten sollte als man dies gewöhnlich tun würde. Durch das Üben dieser einfachen Atemtechniken entwickelt man bestimmte innere Qualitäten, der Wille wird gestärkt, das Nervensystem beruhigt und der gesamte Körper revitalisiert. [20]

Spirituelle Gymnastik

Omraam Mikhaël Aïvanhov empfiehlt seinen Schülern eine spirituelle Gymnastik, inspiriert durch Gymnastikübungen, welche von Peter Deunov entwickelt wurden. Sie besteht aus acht harmonischen Bewegungsabläufen, die symbolische Bedeutung besitzen und in meditativem Zustand ausgeführt zu körperlicher und seelischer Entspannung führen. Jede dieser Übungen wird von kurzen Formeln begleitet, die innerlich gesprochen werden, um Unterstützung aus den geistigen Ebenen zu erhalten und Qualitäten und Tugenden wie Ausgeglichenheit, Vitalität, Gesundheit und Flexibilität zu entwickeln. Auch in diesem Fall besteht das Ziel darin, einen Zustand innerer Harmonie zu erzeugen, der sich positiv auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und auf das gesamte Ökosystem auswirkt. [21]

Ein sakraler Tanz: Die Paneurhythmie

Die Paneurhythmie [22] ist ein heiliger Tanz, dessen Musik und Bewegungsabläufe von Peter Deunov geschaffen wurden und der paarweise unter freiem Himmel im Kreis getanzt wird. Das Ziel dieses Tanzes ist es, mit dem “höchsten kosmischen Rhythmus” in Verbindung zu treten. Durch die 28 Bewegungen, aus welchen die Paneurhythmie besteht, wird es möglich, sich mit dem Rhythmus des Universums in Einklang zu bringen. Omraam Mikhaël Aïvanhov sagt dazu: “das Tanzen der Paneurhythmie ermöglicht es, die Gedanken, Gefühle und Handlungen an den harmonischen Rhythmus der Natur anzupassen”. [23]

Bibliographie

Multimedia (Bilder, Video und Audio)

Auszüge aus Vorträgen von Omraam Mikhaël Aïvanhov (Audio oder Video)

Veröffentlichte Vorträge von Omraam Mikhaël Aïvanhov (Audio oder Video)

Einzelnachweise

  1. Tagesgedanke von Donnerstag 28. October 2015.
  2. [quelle angeben]
  3. Su questo aspetto si rinvia ad una pagina esplicativa dell’Associazione FBU francese: http://www.fbu.org/2015/pages/asso-ciation/precision-nom-fbu.html
  4. Explanation of the name Universal White Brotherhood. www.fbu.org. consultato il 2017-02-22.
  5. J. Gordon Melton e Martin Baumann (a cura di) (2010), Religions of the World: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices, p.:1139.
  6. [quelle angeben]
  7. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), Lo yoga del sole - Gli splendori di Tiphéret, Prosveta.
  8. Vd. O. M. Aïvanhov (2009), La filosofia dell'universalità, Prosveta; O. M. Aïvanhov (2009), Un ideale di vita fraterna, Prosveta.
  9. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), Centri e corpi sottili, Prosveta.
  10. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), Creazione artistica e creazione spirituale, Prosveta.
  11. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), Natura umana e natura divina, Prosveta.
  12. [quelle angeben]
  13. [quelle angeben]
  14. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), Meditazioni al sorgere del sole, Prosveta.
  15. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), La musica e il canto nella vita spirituale, Prosveta.
  16. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), La luce, spirito vivente, Prosveta.
  17. Die Macht der Einigkeit - der Laser
  18. O. M. Aïvanhov (2009), Canti della Fratellanza Bianca Universale, Prosveta.
  19. Vd. O. M. Aïvanhov (199?), Lo yoga della nutrizione, Edizioni Prosveta; O. M. Aïvanhov (199?), Hrani yoga. Il senso alchemico e magico della nutrizione, Prosveta.
  20. O. M. Aïvanhov (2009), La respirazione, Prosveta.
  21. Vd. O. M. Aïvanhov (2013), Donner Vie à des Symboles - Exercices de Gymnastique, Prosveta. Un breve video (sottotitolato in italiano) sugli esercizi di ginnastica diretti da Aïvanhov: https://www.youtube.com/watch?v=6Gon1rXAtQo
  22. Un video didattico sulla Paneuritmia: https://www.youtube.com/watch?v=XPIa-dpa0nE
  23. [quelle angeben]

Verwandte Beiträge

Weblinks



Anmerkung für den Leser: die Ausarbeitung dieses vorläufigen Beitrages erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nur ein Ausgangspunkt, da das Thema von Omraam Mikhael Aïvanhov in verschiedenen Vorträgen zwischen 1938 und 1985 noch ausführlicher dargelegt wurde. Interessierte Personen werden, durch direktes Lesen oder Hören seiner Vorträge (herausgegeben vom Prosveta Verlag, dem alleinigen und exklusiven Eigentümer der Rechte an seiner Arbeit), wichtige Aspekte von weiterem Interesse finden. Dieser Beitrag drückt also nur einen Teil von Aïvanhov‘s Gedanken zu diesem Thema aus.

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